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Das Deutsch-Deutsche Museum im ehemals geteilten Dorf Mödlareuth an der bayerisch-Thüringischen Grenze soll erweitert und modernisiert werden. Die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen haben laut Landratsamt Hof bereits begonnen.

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Deutsch-Deutsches Museum in Mödlareuth wird ausgebaut

Das Deutsch-Deutsche Museum im ehemals geteilten Dorf Mödlareuth an der bayerisch-Thüringischen Grenze soll erweitert und modernisiert werden. Die Ausschreibungen für die Baumaßnahmen haben laut Landratsamt Hof bereits begonnen.

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  • BR24 Redaktion

Jahrzehntelange hat eine Mauer mitten durch Mödlareuth das kleine Dorf an der bayerisch-thüringischen Grenze getrennt. Dann fiel die Grenzmauer zwischen BRD und DDR. Die Mödlareuther konnten wieder ihre Nachbarn in der anderen Dorfhälfte besuchen. Große Teile der Mauer stehen nach wie vor. Die Grenzanlagen gehören mittlerweile zum Deutsch-Deutschen Museum. Das Museum soll ausgebaut und digitaler werden, teilte das Landratsamt Hof mit.

Zum Deutsch-Deutschen Museum gehören auch Selbstschussanlagen

Das digitale Archiv werde um Interviews mit Zeitzeugen erweitert, heißt es aus dem Landratsamt. Die Homepage des Deutsch-Deutschen Museums in Mödlareuth soll überarbeitet und in mehrere Sprachen übersetzt werden. Geplant seien auch zusätzliche Seminarräume und die Neugestaltung des Außengeländes. Dazu gehört die ehemalige Grenzmauer. Sie ist 100 Meter lang und drei Meter hoch. Stacheldraht und Selbstschussanlagen sind erhalten.

Nach Mödlareuth kommen immer mehr Besucher

Das gut besuchte Museum, in das bis zur Corona-Pandemie auch Schulklassen aus Thüringen kamen, hat zu wenig Platz. Die Ausstellungsräume, in denen auch Filme gezeigt werden, seien Anfang der 1990er Jahre für 30.000 Besucher ausgelegt worden. Inzwischen kämen jährlich bis zu 80.000 Interessierte nach Mödlareuth. Zum 30. Jubiläum der Grenzöffnung 2019 waren es sogar 92.000 Gäste.

Bayern und Thüringen beteiligen sich am Ausbau des Museums

Rund 14,2 Millionen Euro soll der Ausbau und die Modernisierung des Deutsch-Deutschen Museum laut Landratsamt Hof kosten. Der Bund und der Freistaat Bayern tragen mit je 5,6 Millionen Euro den größten Anteil, den Rest übernehmen der Freistaat Thüringen und der Zweckverband Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth.

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