Vor dem Fassanstich: (v.l.n.r.) Brigadegeneräle Joe Hilbert, Kevin A. Poole; Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU); DAGA-Vorsitzender Helmut Wächter

Mit einem Ersatzfest wird heuer die deutsch-amerikanische Freundschaft in Grafenwöhr gefeiert.

Bildrechte: BR/Niklas Heinemann
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    Deutsch-amerikanisches Freundschaftsfest in Grafenwöhr eröffnet

    Deutsch-amerikanisches Freundschaftsfest in Grafenwöhr eröffnet

    Erst Corona, dann der Ukraine-Krieg: In diesem Jahr fällt das deutsch-amerikanische Volksfest noch einmal aus. Doch es gibt Ersatz: Auf dem Festplatz in Grafenwöhr wird von Freitag bis Montag ein deutsch-amerikanisches Freundschaftsfest gefeiert.

    Es brauchte mehrere Anläufe, um den Zapfhahn beim Anstich ins Fass zu bekommen. Aber mit vereinten Kräften haben Bürgermeister, Vereinsvorstand und US-Brigadegeneräle es dann geschafft. Das erste Bier nach zwei Jahren Corona-Pause war ein Bier mit Symbolcharakter für die deutsch-amerikanische Freundschaft.

    Ein kleiner Ersatz für das alljährliche Volksfest

    Dabei stand das Fest anfangs unter keinem guten Stern – das eigentliche deutsch-amerikanische Volksfest auf dem Gelände des US-Stützpunktes Grafenwöhr musste infolge des Ukraine-Kriegs erneut abgesagt werden. Das Freundschaftsfest auf dem Festplatz in der Dießfurter Straße, so Bürgermeister Edgar Knobloch (CSU) sei ein kleiner Ersatz, mit dem das Flair des deutlich größeren Volksfestes nicht zu erreichen sei. "Unser sehnlichster Wunsch ist natürlich, dass das große Volksfest im nächsten Jahr wieder auf dem Truppengelände stattfinden kann", so Knobloch. "Deshalb ist es auch wichtig, dass das Ersatzfest in diesem Jahr stattfindet – die Leitung der US-Truppen wechselt alle zwei Jahre und wir müssen schauen, dass die Kompetenzen in der Veranstaltungsplanung auch weitergelebt werden." Ferner sei Knobloch zuversichtlich, dass das Ersatzfest gut besucht sein werde.

    Initiatoren-Verein feiert sein 70-jähriges Bestehen

    Auch der deutsch-amerikanische gemeinsame Ausschuss (DAGA), ein Verein zur Stärkung der deutsch-amerikanischen Beziehungen zwischen den stationierten Soldaten und der Bevölkerung, feiert mit dem Fest in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen. "Das ist natürlich wunderbar, dass unser Verein, der 1952 mit dem Ziel gegründet wurde die deutsch-amerikanische Freundschaft zu stärken, schon so lange Bestand hat", sagt DAGA-Vorsitzender Helmut Wächter. "Und auch das Volksfest ist hier in Grafenwöhr seit 1958 eine lang gehegte Tradition", so Wächter weiter. Wie bisher soll der Erlös dem Verein zufolge auch in diesem Jahr wieder an Hilfsbedürftige und soziale Einrichtungen verteilt werden. Insgesamt 3,5 Millionen Euro habe man in den letzten Jahrzehnten spenden können.

    Fest mit Muscle-Cars und Waffenschau

    Neben dem üblichen deutschen Volksfestcharakter mit insgesamt 17 Essens- und Schaustellerständen können sich die Besucher laut Veranstalter auf "amerikanische Highlights" wie den Auftritt einer oberpfälzischen Linedance-Gruppe, eine Waffenschau und mehrere Muscle-Cars freuen. Nach dem heutigen Starkbieranstich bilden ein Gottesdienst mit anschließendem Weißwurstfrühschoppen am Sonntag und ein Kindernachmittag mit ermäßigten Fahrpreisen und Kasperltheater am Montag das Rahmenprogramm. Das Fest endet am kommenden Montag. Der Eintritt zum Festgelände ist frei.

    So war es auf dem deutsch-amerikanische Volksfest 2017, heuer gibt ein Ersatzfest.

    Bildrechte: BR/Margit Ringer

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