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Rückgang der Verkehrsunfälle in Schwaben | BR24

© dpa-Bildfunk/Stefan Puchner

Ein Polizeiauto bei einem Einsatz (Symbolbild)

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    Rückgang der Verkehrsunfälle in Schwaben

    Die Polizeipräsidien in Schwaben haben ihre Verkehrsstatistik für das Jahr 2020 veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Verkehrsunfälle gesunken. Im nördlichen Schwaben gab es allerdings mehr tödliche Unfälle.

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    Von
    • Susanne Hofmann
    • Alexander Brutscher

    Im nördlichen Schwaben zählte die Polizei 23.402 Verkehrsunfälle im Jahr 2020. Das ist der niedrigste Wert seit dem Jahr 2011. Im Jahr 2019 waren es noch 4.732 mehr. Das Polizeipräsidium Schwaben Nord ist zuständig für die Stadt Augsburg, die Landkreise Augsburg, Aichach-Friedberg, Dillingen und Donau-Ries.

    Auch auf den Straßen im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hat es im vergangenen Jahr deutlich weniger Unfälle gegeben. Das teilte die Polizei am Freitag auf einer Pressekonferenz mit. Danach passierten 2020 25.443 Unfälle auf den Straßen der Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu, Unterallgäu, Lindau, Günzburg und Neu-Ulm.

    Polizei: Weniger Verkehr durch Corona-Maßnahmen

    Laut Polizeipräsidium Schwaben Nord nimmt seit 2010 die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge zu, das war auch im Jahr 2020 nicht anders. Eine wesentliche Ursache für den deutlichen Rückgang an Unfällen sieht das Präsidium daher in dem geringeren Verkehrsaufkommen infolge der Corona-Maßnahmen. Analog zum Pandemieverlauf waren in den Monaten März, April, November und Dezember die größten Rückgänge der Verkehrsunfallzahlen zu verzeichnen. Während des ersten Lockdowns (21.03. - 19.04.2020) halbierte sich die Anzahl der Verkehrsunfälle im Vergleich zum Vorjahreszeitraum im nördlichen Schwaben.

    Auch in ganz Bayern weniger Unfälle

    Insgesamt liegt die Verkehrsunfallentwicklung in Schwaben im bayernweiten Trend. So sank auch die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Bayern um 17,1 Prozent.

    Die Hauptunfallursachen sind der mangelnde Sicherheitsabstand, gefolgt von Fehlern beim Abbiegen, Wenden und Rückwärtsfahren sowie Vorfahrtsverletzungen und nicht angepasste Geschwindigkeit. Bei den tödlichen Verkehrsunfällen und den Unfällen mit Schwerverletzten ist laut Polizei nach wie vor überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache.

    Mehr tödliche Unfälle als im Vorjahr im nördlichen Schwaben

    Die Gesamtzahl der Verletzten im nördlichen Schwaben ist um 17,2 Prozentpunkte zurückgegangen. Die deutlichsten Rückgänge waren hier ebenfalls in den Lockdown-Monaten zu beobachten. Dabei wurden weniger Menschen leicht, und auch weniger schwer verletzt. Anders stellt sich die Lage bei den tödlichen Verkehrsunfällen dar. Hier verzeichnete die Polizei nach dem absoluten Tiefstwert im Jahr 2019 (23) jetzt 31 Tote.

    Mehr Unfälle mit Pedelecs oder E-Bikes im Bereich des Präsidiums Schwaben Süd/West

    Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West gab es weniger Verkehrstote als im Jahr zuvor. 41 Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Die meisten Unfälle passierten offenbar, weil die Menschen zu schnell unterwegs waren.

    Gestiegen sind 2020 die Unfälle mit Pedelecs oder E-Bikes, auch hier sieht die Polizei die Corona-Pandemie als Ursache: Viel mehr Menschen als sonst seien letztes Jahr mit dem Rad oder E-Bike unterwegs gewesen. In den meisten Fällen, bei 75 Prozent, lag die Unfallursache laut Polizei am Verhalten der Radler. Sie seien oft zu schnell auf kurvigen Strecken unterwegs gewesen.

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