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Deutliche Mehrheit für Supermarkt-Neubau in Grafenrheinfeld

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    Deutliche Mehrheit für Supermarkt-Neubau in Grafenrheinfeld

    Eine deutliche Mehrheit der Bürger in Grafenrheinfeld im Landkreis Schweinfurt will den Neubau eines Supermarkts am Ortsrand. Beim Bürgerentscheid am Sonntag haben 78 Prozent für den Bau des sogenannten MainCenters gestimmt.

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    Von
    • Julia Kuhles

    Bei einem Bürgerentscheid haben die Grafenrheinfelder am Sonntagabend mit 78 Prozent mehrheitlich das Go für einen neuen Supermarkt gegeben: 2.200 von 2.827 Wahlberechtigten haben abgestimmt – damit liegt die Wahlbeteiligung bei ebenfalls 78 Prozent.

    Erleichterung bei Betreibern und Bürgermeister

    Die Betreiber des künftigen Supermarkts und die Investoren zeigten sich sehr erleichtert angesichts dieses sehr eindeutigen Wahlergebnisses. Auch Bürgermeister Christian Keller (CSU): "Das stärkt unsere Gemeinde, das erhöht die Lebensqualität nachhaltig. Das deutliche Ergebnis spiegelt den Wunsch der Grafenrheinfelder nach einer modernen und zukunftsfähigen Nahversorgung wider."

    Seit vielen Jahren hatte die Gemeinde vergeblich versucht, einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln. Die drei Fraktionen CSU, SPD und FBL hatten deshalb gemeinsam für den Markt geworben. Der Supermarkt mit Getränkemarkt, Bäckerei, Außengastronomie und mehr als 100 Parkplätzen soll unmittelbar nach der Mainbrücke von Bergrheinfeld kommend entstehen.

    Bürgerinitiative gegen Verlust von Fläche und Verkehrszunahme

    Eine Bürgerinitiative war gegen den Neubau und hatte den Bürgerentscheid auf den Weg gebracht. "Uns war wichtig, dass die Bürger entscheiden und nicht Investoren", erklärt Angela Hauck, die Sprecherin der Bürgerinitiative. "Natürlich akzeptieren wir das Ergebnis und wollen den Ort auch nicht spalten." Die Gegner wollten die Versiegelung der Fläche von rund 1.200 Quadratmetern verhindern. Wertvolle Ackerflächen würden verloren gehen, außerdem befürchten sie durch das MainCenter mehr Verkehr im Ort. Der geplante Markt am Ortsrand sei hauptsächlich für Kundinnen und Kunden mit PKW attraktiv. Der Verkehr würde somit im Ort zunehmen.

    Kleiner Lebensmittelladen muss nun weichen

    Darüber hinaus will die Bürgerinitiative nicht, dass der bestehende Edeka-Lebensmittelmarkt in der Dorfmitte geschlossen wird. Dieser sei leichter zu Fuß erreichbar und insbesondere für Senioren wichtig. Allerdings hätte der sanierungsbedürftige Edeka im Ortskern früher oder später ohnehin Fall schließen müssen, so Edeka und die Betreiber Burkhard Pfister und Herbert Pfrang. Die beiden werden auch den neuen Markt, das MainCenter, übernehmen. Noch im dritten Quartal diesen Jahres soll mit dem Bau begonnen werden.

    Die Die Fertigstellung ist bis Mitte bzw. Ende des Jahres 2022 geplant. Bis dahin soll der alte Edeka im Ortskern offen bleiben.

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