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Deutlich mehr illegale Autorennen im Corona-Jahr | BR24

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Seit 2017 zählt die Beteiligung an illegalen Autorennen in Deutschland als Straftat. Die Bayerische Polizei hat die Kontrollen seitdem verstärkt.

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    Deutlich mehr illegale Autorennen im Corona-Jahr

    2020 ist die Zahl der illegalen Autorennen im Freistaat deutlich gestiegen. Zieht es junge Leute im Corona-Jahr aus Langeweile auf die Straßen?

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    • BR24 Redaktion

    2020 gab es in Bayern deutlich mehr illegale Autorennen als im Vorjahr. Bis Mitte Dezember sei in 466 Fällen mit Bezug zu den Rennen ermittelt worden, teilte ein Sprecher des Bayerischen Innenministeriums mit. 2019 seien es 311 Fälle gewesen.

    Parkplatztreffen als soziales Erlebnis

    Als Grund nennt die Polizei die wegen der Corona-Pandemie geltenden Ausgangsbeschränkungen:  "Im Pandemiejahr 2020 wurden gewohnte und beliebte Freizeitaktivitäten für junge Leute unmöglich oder zumindest erschwert", sagte eine Sprecherin der Polizei Oberbayern Nord. Parkplatztreffen seien für die überwiegend 18- bis 25-jährigen Beteiligten legale Möglichkeiten des Zusammenkommens gewesen.

    Zudem hätten sie vermehrt "erlebnisorientierte Aktivitäten" rund um das Thema Auto für sich entdeckt. Hochmotorisierte Fahrzeuge seien bei jungen Leuten beliebt und könnten heutzutage einfach gemietet oder geleast werden. Entsprechend häufig würden die schnellen Autos ausgiebig ausprobiert. Oftmals kommen die Fahrer laut der Sprecherin auch aus der in den sozialen Medien immer präsenteren Tuning-Szene.

    Illegale Autorennen sind in Deutschland eine Straftat

    Trotz vermehrter Ermittlungen gegen Raser gab es 2020 nicht erheblich mehr Verletzte. Bis Mitte Dezember wurden im Freistaat nach Angaben des Innenministeriums 14 Personen verletzt, 2019 waren es 10. Tote gab es in beiden Jahren nicht.

    Seit 2017 zählt die Beteiligung an illegalen Autorennen in Deutschland als Straftat. Dazu zählen auch sogenannte Einzelrennen, bei denen rücksichtslose Fahrer höchstmögliche Geschwindigkeiten erreichen wollen. Die Bayerische Polizei hat entsprechende Kontrollen seitdem verstärkt.

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