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Der wachsende Felsen von Usterling: ein Naturdenkmal in Gefahr | BR24

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Bildrechte: Harald Mitterer/BR

Der wachsende Felsen von Usterling ist rund 5.000 Jahre alt. Doch jetzt ist das Naturdenkmal in Gefahr: Das eisige Winterwetter und unliebsame Besucher könnten dem Felsen schaden.

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Der wachsende Felsen von Usterling: ein Naturdenkmal in Gefahr

Der wachsende Felsen von Usterling ist rund 5.000 Jahre alt. Doch jetzt ist das Naturdenkmal in Gefahr: Das eisige Winterwetter und unliebsame Besucher könnten dem Felsen schaden.

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Von
  • Harald Mitterer
  • BR24 Redaktion

Er zählt zu den bedeutendsten Geotopen in Deutschland: Der wachsende Felsen von Usterling. Doch Felsenwächter Sepp Scheuerer (82) ist alarmiert. Gerade bei extremer Kälte wie zuletzt darf kein Wasser über den Felsen hinunterlaufen. Denn das Wasser würde zu einem Eispanzer, der das Naturdenkmal zum Umstürzen bringen könnte.

Felsen-Besucher oft unvernünftig

Gerade im oberen Bereich an der bis zu fünf Meter hohen und rund 40 Meter langen, schmalen Steinwand haben zuletzt Unbekannte immer wieder in das sensible Ökosystem des Felsens eingegriffen. Sie öffnen die Stelle, an der Scheuerer im Spätherbst das Wasser vom Felsen ableitet. Das Wasser rinnt ein Stück weit über die Rinne und vereist dann etwas weiter unten.

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Sepp Scheuerer kümmert sich um den wachsenden Felsen von Usterling

Landrat in Sorge um Naturdenkmal

Auch Dingolfing-Landaus Landrat Werner Bumeder (CSU) macht sich inzwischen Sorgen um das Naturdenkmal. Er appelliert an die Besucher, dem Felsenwächter nicht mehr ins Handwerk zu pfuschen. "Sepp Scheuerer ist fast jeden Tag vor Ort und weiß, was der Felsen braucht und wie man ihn am besten erhält", so der Landrat.

Betreten des Felsens ist verboten

Ein Geländer verhindert normalerweise, dass der Felsen direkt betreten werden kann. Aber zuletzt haben sich einige Besucher nicht davon abhalten lassen. "Sie sind sogar auf dem Felsen herumgegangen", bedauert Scheuerer, der sich inzwischen seit mehr als 20 Jahren um den Felsen kümmert. Er hofft jetzt auf die Vernunft der Besucher, damit der Felsen auch diesen Winter übersteht und dann im Sommer wieder weiterwachsen kann.

Ein Naturschauspiel in kleinsten Schritten

Durch das besondere Zusammenspiel von kalkhaltigem Quellwasser mit tuffbildenden Moosen und Algen wächst der Felsen in Usterling seit rund 5.000 Jahren - pro Jahr stets um wenige Millimeter.

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Der wundersame Felsen von Usterling, zwischen Dingolfing und Landau: Er wächst und wächst - langsam, aber stetig. Jahrtausendelang - bis jetzt. Nun aber könnte er in Gefahr sein, denn Unbekannte greifen in letzter Zeit in das sensible Ökosystem ein.

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