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Der Ringpark, die "grüne Lunge" Würzburgs | BR24

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Der Ringpark in Würzburg

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    Der Ringpark, die "grüne Lunge" Würzburgs

    Der Ringpark legt sich um die Würzburger Innenstadt und ist ein beliebtes Naherholungsziel. Jöns Person Lindahl hieß der schwedische Landschaftsgärtner, der die einstigen Festungsmauern und Wälle in eine hügelige Parklandschaft umgewandelt hat.

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    Von
    • Ansgar Nöth

    Einem schwedischen Landschaftsgärtner ist es zu verdanken, dass die hufeisenförmige "grüne Lunge" rund um die Innenstadt von Würzburg so schön ist. Der Schwede Jöns Person Lindahl schuf diese Oase innerhalb der ehemaligen Festungsanlagen. Gerade in den Sommerferien ist der Ringpark mit seinen Wiesen, die zum Picknick im Grünen einladen, ein beliebtes Ausflugsziel. Acht Spielplätze und eine Boccia-Bahn gibt es in dem Grüngürtel, der die Altstadt von Würzburg umrahmt. An den Wällen der Residenz – beim schönsten Spielplatz – befinden sich Vogelvolieren mit Sittichen und Papageien. Dieser Abschnitt des Ringparks wird von den Würzburgern "Klein Nizza" genannt. Zu den beliebtesten Picknickflächen gehört der Rasen hinter der Neuen Universität. Dort spielen Studierende Badminton, balancieren auf Slaglines oder lassen sich einfach nur die Sonne auf den Bauch scheinen.

    Wichtiger Frischluftgenerator für Würzburg

    Auch wenn im Ringpark viele Baumriesen stehen, älter als 150 Jahre ist hier kaum ein Baum, weiß Naturschutzwächter Eckart Beck. Er beobachtet den Gesundheitszustand der Bäume schon seit Jahren. In der sanften Hügellandschaft des Parks ragen Robinien und ein kleiner Mammutbaum, der wohl als Geschenk aus den USA nach Würzburg kam, in den Himmel. Überall auf dem Areal sind die seltenen Bäume mit Schildern beschriftet. Die Grünanlage ist ein wichtiger Frischluft-Generator für Würzburg. "Man merkt, dass wir hier ein Kleinklima haben, dass einfach zum Bewegen im Ringpark einlädt", erklärt Beck.

    Tragisches Ende des Ringpark-Schöpfers

    Jöns Person Lindahl hat die Festungsmauern und Wälle in einen hügeligen Park umgewandelt. Andere Städte ließen zur gleichen Zeit nach dem Einreißen der alten Festungswälle große Prachtstraßen anlegen, berichtet Hobby-Historiker und Würzburg-Experte Willi Dürrnagel. "Lindahl war sehr umstritten. Er hat wie fast alle Baumeister zu viel Geld gebracht und wurde oft angegriffen, weshalb er auf Kur gehen musste. Während dieser Zeit haben sie den See unten an der Löwenbrücke, den er vorgesehen hatte und der bereits ausgehoben war, wieder zugeschüttet. Und das hat ihn dann so ergriffen, dass er sich im Bereich vor der Neuen Universität erschossen hat", erzählt Dürrnagel.