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Der Frühling naht: Gärtnereien warten ungeduldig auf die Öffnung | BR24

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Schwer getroffen vom Lockdown sind auch die Gärtnereien: Die Umsätze sind eingebrochen, viele Pflanzen und Blumen mussten weggeworfen werden. Große Hoffnungen setzen die Gärtnereien jetzt auf die für den 1. März beschlossenen Lockerungen.

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Der Frühling naht: Gärtnereien warten ungeduldig auf die Öffnung

Schwer getroffen vom Lockdown sind auch die Gärtnereien: Die Umsätze sind eingebrochen, viele Pflanzen und Blumen mussten weggeworfen werden. Große Hoffnungen setzen die Gärtnereien jetzt auf die für den 1. März beschlossenen Lockerungen.

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Von
  • Tobias Hildebrandt
  • Veronika Scheidl

Der Frühling steht in den Startlöchern: Sonnig und schon ziemlich warm für Februar ist es vielerorts. Schneeglöckchen und Krokusse blühen - aber das ist noch gar nichts im Vergleich dazu, wie bunt es in den Gärtnereien ist, wie etwa auch in Dillingen.

Blühende Pflanzen - einbrechende Umsätze

Der Frühling im Gewächshaus der Gärtnerei Spengler ist knallbunt, ein Blütenmeer in rot, gelb, blau, lila. Doch diese Blütenpracht könnte auf dem Kompost landen - wenn die Gärtnereien nicht bald öffnen dürfen. Denn im Corona-Lockdown macht Gärtnerei Spengler mit "click & collect" nur zehn Prozent des normalen Umsatzes. Gerade der bevorstehende Frühling sei Hochsaison für die Gärtner und Floristen, sagt Geschäftsführer Alexander Spengler. Viele Frühjahrsblüher sind schon auf dem Kompost gelandet. Von 40.000 Primeln seien bereits 10.000 bis 15.000 Pflanzen aussortiert worden.

Frühlingsblüher müssen dringend verkauft werden

Das warme Wetter sorge außerdem dafür, dass die Blumen nun schnell auf- und damit auch verblühen. Jede Woche später, die er aufmache, kämen ein paar Tausend dazu, sagt Geschäftsführer Alexander Spengler. Für die Stiefmütterchen bestehe noch Hoffnung. 100.000 davon stünden bereit. Am 1. März dürfen die Gärtnereien wieder öffnen. Das hat das bayerische Kabinett heute beschlossen. Spengler hofft, damit werde er alles noch einigermaßen gut über die Bühne bringen können.

Wenig Platz im Gewächshaus

Egal wie, es muss Platz geschaffen werden. Denn Gewächshausfläche ist teuer und deshalb knapp bemessen: Die Frühlingsblumen müssten jetzt schnell verkauft oder entsorgt werden, allein um Platz für die Beet- und Balkonpflanzzeit zu schaffen. Im Gewächshaus sei man der Jahreszeit immer ein Stück voraus. Da, wo jetzt noch Primeln stünden, müsse bald Platz für die Geranien sein.

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