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Krokusse blühen im Berggarten

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    Frühling lockt - Corona blockt: Was ist am Wochenende erlaubt?

    Plusgrade und Sonne. Der Frühling gibt sich in den kommenden Tagen ein herrliches Stelldichein und das bereits im Februar. "Nichts wie raus", denken sich da viele nach all der kalten Zeit des einsamen Lockdown-Ausharrens in den eigenen vier Wänden.

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    Von
    • Nicole Remann

    Das Bierchen im Park, das Kaffeekränzchen im Garten oder auch das große Angrillen locken bei diesem Wetter. Schnell treibt uns aber wieder einmal diese Frage ein Runzeln auf die Stirn und schiebt sich wie eine dicke dunkle Wolke vor die die sonnigen Aussichten: Wann darf ich momentan eigentlich raus und zu was? 

    Was derzeit gilt

    Bis zum 7. März 2021 herrscht in Bayern weiterhin eine Ausgangsbeschränkung für alle. In so manchen Landkreisen und kreisfreien Städten gilt zudem auch noch eine nächtliche Ausgangssperre. Doch was ist da eigentlich der Unterschied? Eine eindeutige Definition der Begriffe gibt es nicht, doch könnte man sagen, dass die Ausgangsbeschränkung ein klein wenig lockerer ist als die nächtliche Ausgangssperre. 

    Nur raus mit triftigem Grund

    Für das Verlassen der Wohnung wird bei einer Ausgangsbeschränkung ein triftiger Grund benötigt. Der ist aber, wie schon die Ausgangsbeschränkungen, an sich nicht deutschlandweit einheitlich. In Bayern ist das Verlassen der Wohnung tagsüber unter anderem nur aus folgenden Gründen erlaubt:

    • Weg zur Arbeit oder in die Schule/Ausbildungsstätte
    • Fahrt zum Arzt oder ins Krankenhaus oder Behördengänge
    • Einkäufe für den täglichen Bedarf
    • Besuch von Freunden oder Verwandten im Rahmen der bestehenden Kontaktbeschränkung.
    • Aktuell dürfen sich in Bayern grundsätzlich nur noch Angehörige des eigenen Hausstandes mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person treffen sowie zugehörigen Kindern bis einschließlich drei Jahren.
    • Sport und Bewegung an der frischen Luft unter Beachtung der Kontaktbeschränkung
    • Versorgung von Tieren 

    Nachts geht oft nichts

    Um einiges schärfer sind die Bestimmungen bei einer Ausgangssperre. Sie gilt für Landkreise und kreisfreie Städte, in denen die Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 je 100.000 Einwohner den Wert von 100 überschritten hat innerhalb von sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz). Sprich: Auch wenn der Wert nur an einem Tag innerhalb der letzten sieben Tage überschritten wurde, darf man sich hier von 22 Uhr bis 5 Uhr generell nicht mehr außerhalb der eigenen vier Wände aufhalten. Außer man hat wirklich unaufschiebbare Gründe wie:

    • Medizinische Notfälle
    • Glaubhaft dargelegte berufliche Gründe
    • Begleitung Sterbender
    • Versorgung von Tieren

    Es geht nicht viel

    Wohnen alle in verschiedenen Haushalten, ist demnach also das Bierchen im Park mit zwei Kumpels derzeit genauso wenig erlaubt wie das Kaffeekränzchen im eigenen Garten mit den beiden Nachbarn. Und auch das große Angrillen geht nur im kleinen Kreise, außer man holt sich die Gäste online dazu. Das ist aber nicht jedermanns Grill-Geschmack. 

    Stau ist kein Argument 

    Tagesausflüge sind übrigens nicht pauschal verboten, es wird aber von weiter entfernten Zielen abgeraten. Einige Landkreise und kreisfreien Städte haben solch touristische Tagesreisen in ihrem Gebiet auch untersagt.

    Generell sind Fahrten, egal mit welchem Verkehrsmittel, stets so zu planen, dass sie nicht in den Zeitraum der nächtlichen Ausgangssperre fallen, wenn man keinen unaufschiebbaren Grund hat. Denn ohne den ist selbst ein Stehen im Stau kein ausreichendes Argument, sollte nicht die eigentliche Fahrt zu einer erlaubten Uhrzeit mit triftigem Grund gewesen sein. Spätestes jetzt wirft unsere Stirn wohl wieder Denkerfalten.

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