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Der Durchschnitts-Bayer: 44, verheiratet, leicht übergewichtig | BR24

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Das Statistische Jahrbuch für Bayern 2018 sagt einiges aus über den Durchschnittsbayern oder die -bayerin. Vom Durchschnittsalter bis zu Durchschnittsverdienst und Durchschnittsmiete.

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Der Durchschnitts-Bayer: 44, verheiratet, leicht übergewichtig

Das Statistische Jahrbuch für Bayern 2018, das heute vorgestellt wird, sagt einiges aus über den Durchschnittsbayern oder die -bayerin. Vom Durchschnittsalter bis zu Durchschnittsverdienst und Durchschnittsmiete.

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Unsere durchschnittlichen Bayern heißen, sagen wir, Maximilian und Marie Huber. Sie sind 44 Jahre alt, verheiratet und leben gemeinsam in einem Zwei-Personen-Haushalt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Marie kinderlos bleibt, liegt nur bei 18 Prozent (Altersgruppe der 50 bis 54-Jährigen). Als sie geheiratet haben, war Max 34 und Marie 31 Jahre alt.

Marie wird älter als Max

Beide Hubers bringen – wenn man den Maßstab des Body-Mass-Index anlegt – ein paar Kilo zu viel auf die Wage. Sie sind Nichtraucher. Und bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Wenn sie einst sterben, dann wahrscheinlich an einer Krankheit des Kreislaufsystems, also zum Beispiel Herzinfarkt. Aber das dauert noch ein bisschen: Max wird wahrscheinlich 80 Jahre alt, Marie sogar 84.

Max verdient mehr als Marie

Maximilian und Marie sind beide berufstätig, sie arbeiten Vollzeit als Angestellte im Dienstleistungsbereich. Ihre Arbeitgeber sind relativ große Unternehmen mit einem Jahresumsatz über eine Million Euro. Die Hubers haben eine Lehre abgeschlossen. Max verdient brutto 3797 Euro im Monat, Marie dagegen kommt nur auf 3048 Euro brutto.

Beide Hubers besitzen jeweils einen PKW, es sind gebraucht gekaufte Benziner. Und sie fahren auch mit dem Auto zur Arbeit – obwohl ihr Weg weniger als zehn Kilometer weit ist, und sie auch zwei Fahrräder besitzen. Wenn die Hubers zum TÜV fahren, bekommen sie ihre Plakette mit einem „ohne Mängel“.

Mit ihrem Flachbildfernseher empfangen sie TV per Satellit, auch ein Notebook mit Internetanschluss haben sie im Haushalt, eine Mikrowelle, eine Geschirrspülmaschine – aber keinen Wäschetrockner. Telefoniert wird sowohl über Festnetz als auch mobil.

Maximilian und Marie verbrauchen je 130 Liter Trinkwasser täglich. Jeder von ihnen produziert 549 Kilogramm Abfall pro Jahr. 59 Kilogramm Verpackungsabfälle entsorgen sie außerdem im gelben Sack, Container oder Wertstoffhof.

Fünf Zimmer im Einfamilienhaus, noch nicht abgezahlt

Die Hubers bewohnen ein Einfamilienhaus mit fünf Zimmern. Sie sind Eigentümer des Hauses, das 316.000 Euro wert ist. Allerdings schulden sie der Bank noch 104.000 Euro. Wären sie Mieter, würden sie eine Kaltmiete von 7,25 Euro pro Quadratmeter bezahlen. 27 Prozent ihres Einkommens müssten die Hubers dann für die Miete ausgeben.

Auf dem Konto haben Maximilian und Marie Huber zusammen 61.000 Euro an Geldvermögen. Tendenz steigend, denn sie sparen. Jeden Monat legen sie zusätzlich 446 Euro auf die hohe Kante.

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Der Durchschnitts-Bayer ist 44 Jahre alt, verheiratet und leicht übergewichtig. Das zeigen Daten im Statistischen Jahrbuch. Darin sind unter anderem Zahlen zu Verdienst, Miete, Arbeitsweg, Geburten und Bauentwicklung zu finden.