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Der Berg ruft: Wandern unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt | BR24

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Bergtouren in Bayern laut DAV wieder möglich

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Der Berg ruft: Wandern unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt

Der Deutsche Alpenverein und die Bergwacht hatten zuletzt immer wieder appelliert, von Wanderungen in die Berge abzusehen. Nach den Corona-Lockerungen heißt es nun vom DAV, es gebe keine Einwände mehr – unter bestimmten Voraussetzungen.

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Gute Nachricht für alle Gipfelstürmer: Der Deutsche Alpenverein (DAV) hält Bergtouren in den Alpen und Wanderungen im alpinen Raum wieder für möglich.

Der Ausflug in die Berge ist wieder möglich

Auch dank Lockerungen der Corona-Maßnahmen seitens der Staatsregierung gebe es nun keinen Grund mehr, auf einen Ausflug in die Berge zu verzichten, sagte der Ressortleiter Breitensport des DAV, Stefan Winter, dem Bayerischen Rundfunk.

"Wir haben mehrere Wochen Ausgangsbeschränkungen hinter uns. Wir als DAV haben feststellen können, dass Bergsportler zurückhaltender sind. Auch die Bergwacht ist nicht überlastet worden und natürlich gehen auch die Infektionszahlen zurück. Und das ist eben jetzt das Neue, dass wir sagen: Ja, diesen positiven Trend greifen wir auf." Stefan Winter, DAV

Auf "Gipfelbussi" verzichten

Winter warnt jedoch davor, den Bogen gleich zu überspannen. Heißt konkret: Gegen eine Bergtour schon dieses Wochenende gibt es aus Sicht des Alpenvereins nichts einzuwenden. Immer unter der Voraussetzung, dass sich Wanderer und Tourengeher eigenverantwortlich an geltende Abstandsregeln und Vorsichtsmaßnahmen halten. So empfiehlt der DAV einen Abstand von mindestens zwei Metern. Außerdem sollten nur ungefährliche Strecken genutzt werden. Auf Großgruppen solle verzichtet werden, appelliert Winter. Ebenso rät er davon auf, Trinkflaschen weiterzureichen oder Fremden ein "Gipfelbussis" zu geben. Entsprechende Tipps für den Bergsport will der DAV auf seiner Webseite veröffentlichen.

Bergwacht hatte wenig Einsätze

Auch die Bergwacht in Bayern zieht Bilanz, was die vergangenen Wochen betrifft. Es habe verhältnismäßig wenig Einsätze gegeben, die meisten Wanderer und Bergsteiger hätten sich umsichtig benommen, sagt Roland Ampenberger, Pressesprecher der Bergwacht Bayern.

"Fakt ist, die Bergwacht hat auch während der Hochinfektionsphase gerettet, beispielsweise Mountainbiker oder Radlfahrer, aber auch Forstunfälle, die von Bergwacht versorgt und transportiert wurden. Das war irgendwie nie eine Frage." Roland Ampenberger, Bergwacht Bayern

Es bestehe nach wie vor kein Grund zur Sorge, dass man in einer Notlage am Berg allein gelassen werde. Die Bergwacht habe sich mittlerweile auf die Situation einsatztaktisch mit entsprechender Schutzausrüstung eingestellt, erklärt Roland Ampenberger. Deshalb müsse niemand Angst haben, in einer Notsituation nicht gerettet zu werden.

Wer nun für die nächsten Tage einen Abstecher in die bayerischen Berge plant, der sollte ausreichend Verpflegung mitnehmen. Denn vorerst bleiben Hütten samt Gastronomie noch geschlossen.

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