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Depression erkennen - Projekt für Angehörige in Augsburg | BR24

© BR/Bettina Ahne

Wie erkennt man Depression bei Angehörigen? BR-Moderatorin Bettina Ahne im Gespräch mit Christine Bernhard, die ihren Mann durch einen Suizid verloren hat. Und mit Dr. Igor Djukic, Facharzt vom BKH Schwaben.

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Depression erkennen - Projekt für Angehörige in Augsburg

Nur schlecht drauf oder doch schon eine Depression? In einem neuen Projekt des Malteser Hilfsdiensts in Augsburg können Angehörige jetzt lernen, wie man erkennt, dass ein Familienmitglied ernsthaft erkrankt ist.

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Bei Depressionen sind laut Stiftung Deutsche Depressions Hilfe Suizidgedanken und -impulse ein sehr häufiges Symptom. Damit Angehörige die Alarmzeichen rechtzeitig zu erkennen, bieten die Augsburger Malteser ab sofort Schulungen an und reagieren damit auf eine Lücke im deutschen Gesundheitssystem, denn bislang gibt es keine Angebot, das Angehörigen hilft, die kritischen Anzeichen für einen möglichen Suizid eines Angehörigen zu erkennen, so ein Malteser-Sprecher.  

Depressionen rechtzeitig erkennen

Ärzte des Augsburger Bezirkskrankenhauses haben deshalb ein entsprechendes Schulungskonzept für Familienangehörige erarbeitet. Finanziert wird die Depressions-Früherkennungsberatung vom Rotary-Club Augsburg-Fuggerstadt, der im vergangenen Jahr selbst zwei Suizide zu beklagen hatte.

Worauf Angehörige achten müssen

An zwei Abenden sollen Angehörige von Depressiven jetzt erfahren, worauf sie achten müssen, wie sie Alarmzeichen erkennen können und wie sie im Ernstfall am besten reagieren sollten. Wer sich dafür interessiert, kann gleich heute Abend (Dienstag, 19.11.19, 19 Uhr) bei den Augsburger Maltesern in der Werner-von-Siemens-Straße vorbeikommen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.