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Demos in Bayern: Friedlich und deutlich weniger Teilnehmer | BR24

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Demo am Königsplatz in München.

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Demos in Bayern: Friedlich und deutlich weniger Teilnehmer

In mehreren Städten sind am Samstag Menschen auf die Straße gegangen: In München demonstrierten etwa 700 gegen die Corona-Maßnahmen. In Nürnberg protestierten rund 1.200 gegen Rassismus. In Regensburg wurde gegen Corona-Verschwörer demonstriert.

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Von
  • Sandra Demmelhuber
  • Katharina Häringer
  • Manuel Rauch
  • Martin Breitkopf
  • Andreas Schuster

Rund 700 Menschen insgesamt haben am Samstag in Nürnberg und München gegen die Einschränkungen wegen des Coronavirus demonstriert.

In Regensburg gingen etwa 30 Bürgerinnen und Bürger gegen die Corona-Verschwörungstheoretiker auf die Straße. Die größte Veranstaltung gab es aber in Nürnberg: Rund 1.200 Menschen versammelten sich, um gegen Rassismus zu demonstrieren.

Laut Informationen der jeweiligen Polizeistellen verliefen alle Demonstrationen friedlich.

Wenige hundert Teilnehmer bei Demos in München

Bei den Demos gegen die Corona-Maßnahmen in München blieben die Teilnehmerzahlen weit hinter den Erwartungen der Organisatoren zurück. Die größte Kundgebung fand am Königsplatz statt - rund 500 Menschen versammelten sich dort laut Polizei. Angemeldet waren 1.000 Teilnehmer.

Nach Information eines Polizeisprechers vor Ort waren rund 600-700 Beamte am Königsplatz im Einsatz. Mehrere zusätzliche Einsatzkräfte seien außerdem unterwegs gewesen, um unter anderem Infektions- und Abstandskontrollen im Stadtgebiet vorzunehmen. Größere Beanstandungen gab es laut Polizei aber nicht.

Auch an anderen Orten in der Stadt gab es mehrere kleine Zusammenkünfte, die aber ebenfalls friedlich verlaufen seien. Die Kundgebung auf der Theresienwiese wurde von den Organisatoren abgesagt.

Nürnberger Polizei zieht positive Bilanz

Die Nürnberger Polizei hat für mehrere Kundgebungan am Nachmittag im Stadtgebiet eine positive Bilanz gezogen. Am meisten Zulauf hatte eine Anti-Rassismus-Demonstration unter dem Motto "black lifes matter" im Marienpark, zu der etwa 1.200 Menschen kamen.

Auf der Wöhrder Wiese versammelten sich rund 400 Demonstranten bei einer Kundgebung mit Bezug zur aktuellen Corona-Situation. Im Archivpark kamen aus selbem Anlass ebenfalls etwa 30 Menschen zusammen.

In der Nürnberger Südstadt kamen bei drei verschiedenen Gedenkveranstaltungen für die Opfer des NSU-Terrors insgesamt etwa 220 Demonstranten. Bereits im Vorfeld hatte die Polizei die Teilnehmer der Veranstaltungen dazu aufgerufen, wegen der Corona-Pandemie Abstand zu halten und eine Mund-Nasen-Maske zu tragen. Und die Demonstranten hielten sich daran. Laut Polizei verliefen die Kundgebungen am Nachmittag "allesamt friedlich und störungsfrei".

Demo gegen Corona-Verschwörungstheoretiker in Regensburg

In Regensburg gab es eine Demo gegen die Demos: Rund 30 Menschen demonstrierten am Nachmittag auf dem Neupfarrplatz gegen Corona-Verschwörungstheoretiker. Die Teilnehmer kritisierten, dass die Corona-Demos von Rechtspopulisten ausgenutzt würden, um Verschwörungstheorien zu verbreiten und um den Nationalsozialismus zu relativieren.

"Wir sehen es als große Gefahr, dass das Virus herabgespielt wird und wir bemerken, dass die, die dabei sind, zum Teil antisemitisches Gedankengut verbreiten. Wir sehen es als unsere Aufgabe, dass wir uns immer dagegenstellen", sagte die Organisatorin von der Initiative gegen Rechts.

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Auf dem Neupfarrplatz haben Bürger gegen Corona-Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten demonstriert. Die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle.

Bundesverfassungsgericht weist Eilantrag zu Corona-Demo in München ab

Das Bundesverfassungsgericht hat am Freitag einen Eilantrag eines Veranstalters abgewiesen. Er wollte für die heutige Demonstration in München gegen die Corona-Maßnahmen 10.000 Teilnehmer durchsetzen. Die Stadt hatte lediglich 1.000 Teilnehmer für die Kundgebung auf der Theresienwiese erlaubt.

Der Veranstalter hatte sich an die Richter in Karlsruhe gewandt, nachdem sowohl das Verwaltungsgericht in München als auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof mehrere Eilanträge abgelehnt und damit die Entscheidung der Stadt München bestätigt hattsen.

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Auch heute hat es wieder wieder Demonstrationen gegen Corona-Beschränkungen gegeben. In München waren zwei Demos mit jeweils 1000 Teilnehmern genemigt worden: Auf der Theresienwiese und auf dem Königsplatz. Und auch anderswo in Bayern gab es Protest.

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