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Demonstration gegen Anker-Zentren in Bamberg
© BR/Julia Kuhles

Autoren

Markus Ehrlich
Theresa Greim
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Demonstration gegen Anker-Zentren in Bamberg

In Bayern gab es heute mehrere Demonstrationen gegen Ankerzentren, die größte fand in Bamberg statt. Nach der Startkundgebung mit etwa 100 Teilnehmern vor dem Ankerzentrum am Bamberger Stadtrand begann nach Polizeiangaben um 14.45 Uhr die Hauptkundgebung am Bahnhof mit etwa 500 Teilnehmern.

Mehrere Organisationen haben zur Demo aufgerufen

Weder während des Demonstrationszuges noch während der Kundgebungen habe es Zwischenfälle gegeben, so die Polizei. Die Protestaktion sei friedlich verlaufen - bis zur Abschlusskundgebung und anschließendem Kulturprogramm.

Verschiedene Organisationen, darunter der "Bayerische Flüchtlingsrat", "Freund statt Fremd", die "Bamberger Mahnwache Asyl" oder das "Netzwerk Bildung und Asyl" hatten die Proteste initiiert. Sie fordern die Schließung der Ankerzentren. Sie seien Massenlager und würden die Flüchtlinge über Monate von der Gesellschaft isolieren. In den Zentren gebe es keine Privatsphäre und das wiederum würde dazu beitragen, dass das Gewalt- und Eskalationspotenzial steigen würde.

Ziel der Ankerzentren sind schnellere Verfahren

Die bayerische Staatsregierung hatte Erstaufnahmeeinrichtungen und Transitzentren Anfang August in Ankerzentrum umgewandelt, um Asylverfahren gesammelt und dadurch aus Sicht der CSU-Regierung schneller durchführen zu können. Das Gegenteil sei aber der Fall, sagen die Gegner der Ankerzentren.

Die beteiligten Organisationen fordern faire Asylverfahren statt Abschiebungen, Asylgrundrecht statt Abschottung, Menschlichkeit statt Abschreckung und Integration statt Ausgrenzung ein, hieß es in der Ankündigung.

Demonstration gegen Ankerzentren auch in Regensburg

In Regenburg fand eine Demonstration auf dem Neupfarrplatz statt. Dort rief das "Bündnis gegen Abschiebelager" zu einer Kundgebung auf. Laut Organisatoren gab es verschiedene Redebeiträge und Statements von Geflüchteten sowie einen Infostand, an dem sich Regensburger über die Kritik des Bündnisses an den Ankerzentren informieren konnten. In einer Mitteilung forderten die Initiatoren die Teilnehmer dazu auf, sich vorab Schilder und Taschen mit der Aufschrift "Kein Anker" anzufertigen.

Die Kundgebung in Augsburg begann um 12.30 Uhr.