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Demonstration für ein radlfreundlicheres München | BR24

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Rund 3.000 Fahrradfahrerinnen und -fahrer haben in München für eine besseres und sichereres Radwegnetz demonstriert.

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Demonstration für ein radlfreundlicheres München

Tausende Radfahrer haben in München für den Ausbau der städtischen Fahrrad-Infrastruktur demonstriert. Gefordert werden unter anderem der Ausbau des Altstadtradlrings, die Erweiterung des Streckennetzes und mehr Fahrrad-Stellplätze.

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Von
  • Rüdiger Kronthaler
  • BR24 Redaktion

Mehrere Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nach Schätzungen der Polizei bei der Fahrraddemonstration in München am Samstagabend am Zielort auf der Theresienwiese angekommen. Den Veranstaltern zufolge waren es insgesamt 4.000 Menschen.

20 Maßnahmen zur Verbesserung der Fahrrad-Infrastruktur

Organisiert wurde die Fahrraddemonstration vom Bündnis "Radentscheid München", einem Zusammenschluss aus sechs Institutionen und Parteien. Sie organisierten 2019 zwei Bürgerbegehren für den Ausbau der Münchner Fahrrad-Infrastruktur, etwa durch eine Erweiterung des Radwegnetzes, Schaffung von Fahrrad-Abstellmöglichkeiten und den Bau eines durchgehenden Altstadt-Radlrings. Insgesamt 20 konkrete Maßnahmen wurden im Juli 2020 vom Stadtrat beschlossen. Sie sollen bis 2025 umgesetzt werden.

Das Bündnis Radentscheid findet, es gehe nicht schnell genug voran. "Obwohl eine unverzügliche Umsetzung beschlossen wurde, arbeiten deutlich zu wenige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Stadtverwaltung daran", sagte Andreas Groh, Sprecher des Radentscheids. Er befürwortet, dass die ersten Abschnitte des Altstadt-Radlrings in der Blumenstraße und am Thomas-Wimmer-Ring demnächst gebaut werden. Für andere wichtige Abschnitte wie die Sonnenstraße und die Brienner Straße gebe es aber weiterhin weder einen Zeitplan noch ein Konzept.

Veranstalter fordern dauerhafte Verbesserungen

Katharina Horn, Sprecherin des Radentscheids, will dauerhafte Verbesserungen: "Unser Ziel sind gesicherte Radwege, damit endlich alle, inklusive Kindern und Senioren, sicher von A nach B kommen und dafür muss sich endlich was auf den Straßen tun. Wir wollen Bagger sehen!"

Die Demonstration, die zwei Stunden lang dauern sollte, begann um 15 Uhr am Odeonsplatz und verlief durch die gesamte Innenstadt westlich der Isar. Die Veranstalter fuhren entlang des Altstadtrings, wo sie einen durchgehenden Fahrradweg fordern. Danach verlief die Route in Richtung Norden zum Haus der Kunst, an der Isar entlang wieder in Richtung Süden zur Brudermühlstraße und schließlich über die Lindwurmstraße wieder in Richtung Norden. Zuletzt fuhren die Demonstranten am Hauptbahnhof vorbei bis zum Stiglmaierplatz und über die Hackerbrücke zum Zielort Theresienwiese.

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