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Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz
© BR| Manuel Rauch

Autoren

Henning Pfeifer
© BR| Manuel Rauch

Demonstration gegen die Münchner Sicherheitskonferenz

Die vielen Kriege in der Welt und vielleicht auch das frühlingshafte Wetter haben dafür gesorgt, dass heuer fast doppelt so viele Menschen für Frieden und Abrüstung auf die Straße gegangen sind wie im vergangenen Jahr. Blickfang ist eine rund fünf Meter große Plastik. Zwei riesige Hände ragen in die Luft und halten ein zerbrochenes Gewehr. Viele Demonstranten tragen große Mohnblumen als Zeichen der Mahnung: nie wieder Krieg.

"Wir setzen uns ein, um ein bisschen Aufmerksamkeit auf den Krieg im Jemen zu lenken. Deutschland liefert natürlich Waffen an Saudi-Arabien. Das ist die größte humanitäre Katastrophe zurzeit, und deswegen sind wir heute hier." Demonstrationsteilnehmer

Geht es um Frieden oder um Profit?

Ziel der Demonstration ist eine symbolische Umzingelung der Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof. Die Demonstranten ziehen in einem größeren Bogen um den abgeriegelten Promenadeplatz herum, weitere Teilnehmer bilden eine Menschenkette in der Fußgängerzone. Für sie geht es bei der Sicherheitskonferenz nicht um Frieden in der Welt.

"Es geht um die Sicherheit, dass die Waffenlobby weiterhin viel Geld verdient." Demonstrationsteilnehmer

Zwei "skurrile" Festnahmen

Der Krieg im Jemen, deutsche Waffenexporte und die Furcht vor einem neuen Wettrüsten nach Aufkündigung des INF-Vertrages sind Themen bei der Schlusskundgebung. Die Polizei ist mit dem friedlichen Verlauf hochzufrieden. Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins berichtet von nur zwei Festnahmen. Er nennt sie "skurril“.

"In einem Fall waren es einmal SS-Runen durch einen ukrainischen Versammlungsteilnehmer. Und im zweiten Fall ein Hitlergruß am Platz der Opfer durch einen italienischen Versammlungsteilnehmer." Marcus da Gloria Martins, Polizeisprecher

Der Polizeieinsatz ist mit dem Ende der zentralen Demonstration noch lange nicht vorbei. Das Münchner Präsidium wird morgen Mittag seine Bilanz zur Sicherheitskonferenz ziehen.

Demo gegen die Sicherheitskonferenz in München

Demo gegen die Sicherheitskonferenz in München