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Demolierter Rettungswagen trübt die positive Bilanz | BR24

© BR / Benoit Morin

Augsburger Sommernächte

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    Demolierter Rettungswagen trübt die positive Bilanz

    Meist ruhig und friedlich: Aus Sicht der Polizei sind die "Augsburger Sommernächte" ähnlich entspannt verlaufen wie im vergangenen Jahr. Ein demolierter Rettungswagen und sexuelle Belästigungen trüben jedoch die Bilanz.

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    Die meisten Festbesucher waren bei den Zugangskontrollen sehr einsichtig, so die Polizei. Selbst wenn die Beamten sie wegen mitgeführter Fahrräder oder Flaschen belehren mussten, zeigten sich fast alle kooperativ.

    Bislang sind der Polizei zwei Fälle bekannt, in denen Frauen sexuell belästigt wurden. Am Freitagabend wurde eine 36-Jährige am Rathausplatz im Bereich vor den öffentlichen Toiletten in den Schritt gefasst. Der Mann konnte flüchten. Er ist circa 20 Jahre alt, dunkelhäutig, trug eine rote Baseballkappe und Flip Flops.

    Polizei sucht nach Zeugen

    Samstagnacht meldete der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, dass mehrere Frauen im Bereich des Königsplatzes durch eine Gruppe junger Männer belästigt werden. Als die Beamten dort eintrafen, waren allerdings weder die Frauen noch die Männer vor Ort. Auch hier sucht die Polizei nach Zeugen.

    Auch die ehrenamtlichen Rettungskräfte von BRK, DLRG, Johannitern und Malteser ziehen eine grundsätzlich positive Schlussbilanz. Insgesamt wurden 110 Patienten vor Ort versorgt. 16 Patienten mussten zur weiteren Behandlung in Kliniken verlegt werden.

    Rettungswagen beschädigt

    "Die meisten Patienten waren zudem nur leicht verletzt und erkrankt", ergänzt Verbandsarzt Thomas Zinsmeister. Lediglich in der Nacht zum Sonntag häuften sich die Notarzt-Einsätze aufgrund alkoholisierter Patienten am Rande der Festzone und auf dem Gelände.

    Getrübt hat die Stimmung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte eine Sachbeschädigung an einem Rettungswagen in der Nacht von Samstag auf Sonntag. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. "Wir können nicht verstehen, wenn unsere Einsatzmittel angegriffen werden", betont Verbandsführer Björn Flocken. "Wir engagieren uns, um anderen zu helfen – und dies ehrenamtlich und oft mit von Spenden finanziertem Material."

    Mit Ausnahme dieses Vorfalls haben die Helferinnen und Helfer jedoch eine sehr positive und friedliche Stimmung wahrgenommen.