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Demo zum Gedenken an erstes NSU-Mordopfer Enver Şimşek | BR24

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Mit einer Gedenkdemonstration wird heute der Opfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" in Nürnberg gedacht. Vor rund 20 Jahren, am 9. September 2000, wurde der Blumenhändler Enver ?im?ek von der rechtsextremen Terrorzelle erschossen.

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Demo zum Gedenken an erstes NSU-Mordopfer Enver Şimşek

Er war das erste Mordopfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU): Der Blumenhändler Enver Şimşek wurde am 9. September 2000 von Rechtsextremisten ermordet. Heute wird an ihn und die anderen Mordopfer des NSU mit einer Gedenk-Demo erinnert.

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Mit einer Gedenk-Demonstration wird heute (05.09.20) der Opfer des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) in Nürnberg gedacht. Enver Şimşek war das erste Mordopfer der rechtsextremen Terrorzelle. Vor rund 20 Jahren, am 9. September 2000, wurde der Blumenhändler niedergeschossen und erlag zwei Tage später seinen schweren Verletzungen.

Ein Zeichen gegen Rechts: Enver Şimşeks Sohn spricht auf Gedenk-Veranstaltung

Die Demonstration des "Bündnis Nazistopp" steht dabei unter dem Motto "Und immer noch fordern wir Aufklärung" und zieht vom Gemeinschaftshaus in Langwasser bis zum Tatort an einer Parkbucht in der Liegnitzer Straße. Dort wird unter anderem der Sohn des Ermordeten, Abdul-Kerim Şimşek, reden. Die Veranstalter der Demonstration wollen mit der Einladung des Sohnes des Mordopfers ein Zeichen setzen. Ihnen gehe es darum, mit Betroffenen von rassistischer Gewalt und Ausgrenzung zu sprechen und nicht über sie.

Wegen der Corona-Situation empfehlen die Veranstalter das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie das Demonstrieren mit einem Abstand von mindestens eineinhalb Metern.

Blumenhändler Enver Şimşek war das erste Mordopfer des NSU

Am 9. September 2000 wurde der Blumenhändler Enver Şimşek in seinem mobilen Blumenstand an einer Parkbucht in Nürnberg-Langwasser mit mehreren Schüssen ermordet. Die NSU-Terroristen fotografierten ihr schwer verwundetes Opfer für das spätere Bekennervideo. Der 38-jährige Şimşek hinterließ zum Tatzeitpunkt zwei 13 und 14 Jahre alte Kinder und seine Ehefrau. Şimşek war das erste Mordopfer des NSU.

Blutige Spur durch Deutschland: Terrorzelle NSU tötete zehn Menschen

Insgesamt ermordete der NSU zehn Menschen: acht Türken, einen Griechen und eine deutsche Polizistin. Erst nach der Selbstenttarnung der Terrorzelle 2011 wurden die Taten den Neonazis zugeschrieben. Zuvor ermittelten die Behörden jahrelang gegen die Opfer und Hinterbliebene, was für große Empörung sorgte. Auch am 9. September wird mit mehreren Kundgebungen an Enver Şimşek erinnert.

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