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Demo vor Augsburger Landgericht nach Abschiebeaktion | BR24

© BR/Markus Wessely

Demo vor dem Augsburger Landgericht

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    Demo vor Augsburger Landgericht nach Abschiebeaktion

    Vor dem Augsburger Landgericht fand heute eine Demonstration gegen Abschiebungen statt. Dort musste sich heute Nachmittag ein Gambier wegen Landfriedensbruchs verantworten. Die Verhandlung fand unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt.

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    Vor dem Augsburger Landgericht hat am Nachmittag eine Demonstration gegen Abschiebungen stattgefunden. Laut Gericht soll der Angeklagte zusammen mit rund 30 anderen Bewohnern der Einrichtung im März 2018 in der Donauwörther Asylunterkunft versucht haben, die geplante Abschiebung eines Flüchtlings zu verhindern.

    Flüchtlingsrat: "Brutale Polizeirazzia"

    Der Augsburger Flüchtlingsrat hatte für 12.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Gericht angemeldet. Rund 40 Teilnehmer kamen und protestierten mit Transparenten gegen Abschiebungen. Der Flüchtlingsrat kritisierte die damalige Vorgehensweise der Behörden und bezeichnet die Aktion im März 2018 auf seiner Internetseite als "brutale Polizeirazzia".

    Tumulte im Ankerzentrum Donauwörth

    Auf dem Gelände des heutigen Donauwörther Ankerzentrums war es damals zu tumultartigen Zuständen gekommen, über 30 Flüchtlinge sollen laut "We will kill you" gerufen haben, in Richtung der Polizeibeamten. Mitarbeiter des Malteser-Hilfsdienstes verbarrikadierten sich aus Angst vor Übergriffen in ihren Büros, Türen und Fenster gingen zu Bruch. Erst mit Kräften der Bereitschaftspolizei konnte die hitzige Situation beruhigt werden. Der Mann, der abgeschoben werden sollte, wurde aber nicht gefunden.

    Weil der Angeklagte Einspruch gegen seinen Strafbefehl über 800 Euro eingelegt hat, kam es heute zur Verhandlung.