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Demo gegen geplante Werksschließung bei Continental in Roding | BR24

© Regionalnachrichten Oberpfalz

Der Autozulieferer Continental will das Werk in Roding bis zum Jahr 2024 schließen. Dagegen wollen heute Hunderte Menschen bei einer Demonstration protestieren. Auch lokale Vertreter von Politik und Kirche haben sich zur Unterstützung angekündigt.

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Demo gegen geplante Werksschließung bei Continental in Roding

Der Autozulieferer Continental will das Werk in Roding bis zum Jahr 2024 schließen. Dagegen wollen heute Hunderte Menschen bei einer Demonstration protestieren. Auch lokale Vertreter von Politik und Kirche haben sich zur Unterstützung angekündigt.

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Hunderte von Menschen werden am Vormittag zu einer Protestdemo in Roding (Lkr. Cham) erwartet. Die IG Metall hat zu der Demonstration aufgerufen, will "ein lautstarkes Zeichen setzen" gegen die geplante Schließung des Conti-Werks in Roding, von dem rund 540 Arbeitsplätze betroffen wären.

Unterstützung auch von Politik und Kirche

Als Redner werden die Rodinger Betriebsratsvorsitzende Claudia Hecht, Vertreter der IG Metall Regensburg und des DGB Oberpfalz, außerdem der Chamer Landrat Franz Löffler (CSU) und der Rodinger Bürgermeister Franz Reichold (CSU) auftreten, die der Belegschaft ebenfalls den Rücken stärken wollen im Kampf gegen die Schließung. Auch Richard Wittmann, der Leiter der Katholischen Betriebsseelsorge des Bistums Regenburg, hat sich angekündigt.

Demo absichtlich noch vor Rundem Tisch

Die Demo soll bewusst noch vor dem Runden Tisch über die Bühne gehen, sagte Olga Redda, zweite Bevollmächtigte der IG Metall Regensburg, dem BR . "Wir wollen Druck machen dafür." Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), der die geplante Werksschließung in Roding als "unanständig" vom Konzern kritisiert hatte, will erreichen, dass es für das Werk doch noch eine Zukunft gibt.

Schließung bis 2024 geplant

Bisher werden dort vor allem Benzin-und Dieselpumpen für Autos produziert. Der Konzern will aber auf Teile für Elektro-und Hybridautos umstellen, allerdings dafür nicht Roding nutzen. Die Werksschließung ist bis zum Jahr 2024 geplant. Von den rund 540 Beschäftigten, die meisten gut ausgebildete Facharbeiter, sollen rund 220 ein Angebot zur Versetzung an andere Standorte bekommen. Continental plant weltweit Umstrukturierungen im Konzern, von denen insgesamt rund 15.000 Arbeitsplätze betroffen sind.