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In einem Bayreuther Krankenhaus hat sich möglicherweise ein Arzt mit der Delta-Variante des Coronavirus infiziert. Das Klinikum hält sich bedeckt. Das Personals scheint über entsprechende Maßnahmen zu diskuiteren.

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Delta-Variante: Verdachtsfall am Klinikum Bayreuth

In einem Bayreuther Krankenhaus hat sich möglicherweise ein Arzt mit der Delta-Variante des Coronavirus infiziert. Während das Klinikum kaum Details preisgibt, scheint innerhalb des Personals über entsprechende Maßnahmen diskutiert zu werden.

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Von
  • Thorsten Gütling
  • BR24 Redaktion

Am Klinikum Bayreuth könnte ein Arzt mit der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus infiziert sein. Wie das Klinikum Bayreuth auf Nachfrage des BR mitteilte, gebe es einen Verdachtsfall. Auf welcher Station der Arzt tätig war und zu wie vielen Kollegen und Patienten er Kontakt hatte, darüber wolle man keine Angaben machen, heißt es aus dem Klinikum. Zu Patientendaten äußere man sich grundsätzlich nicht.

Maßnahmen nach Verdacht auf Delta-Variante eingeleitet

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt habe man alle Kontakte ermittelt und nachverfolgt. Alle Kontaktpersonen seien bereits getestet und in Einzelfällen häuslich isoliert worden. Um wie viele betroffene Kontakte es sich handelt, sagte das Klinikum nicht. Stattdessen unterstreiche der Fall, dass das Testkonzept am Klinikum Bayreuth funktioniere, so ein Sprecher des Klinikums. Verdachtsfälle wie der jetzt bekannt gewordene würden sehr frühzeitig erkannt.

Die Ärzte an Klinikum und Krankenhaus Hohe Warte, das ebenfalls zur Klinikum Bayreuth GmbH gehört, müssten sich grundsätzlich ein- bis zweimal pro Woche testen lassen sowie sich bei jeder Art von Symptomen einem weiteren Test unterziehen. Dazu seien rund 80 Prozent der Klinik-Mitarbeiter, die in engen Kontakt zu den Patienten stünden, zweifach geimpft.

Mit Symptomen auf die Arbeit? Klinikum bestätigt Gerücht nicht

Wie der "Nordbayerische Kurier" berichtete, soll der mutmaßlich infizierte Arzt zuvor in einem Gebiet mit relativ hohen Inzidenzwerten Urlaub gemacht haben und danach trotz Symptomen zur Arbeit erschienen sein. Aus dem Klinikum heißt es dazu, nahezu alle Beschäftigten seien sich dem Ernst der Lage bewusst und verhielten sich angemessen. Man verhehle aber auch nicht, dass die nach wie vor strengen Hygieneregeln in den beiden Bayreuther Krankenhäusern auch intern diskutiert würden, seit die Regeln für weite Teile des öffentlichen Lebens gelockert wurden.

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