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Dekoramik: Klingenberger Traditionsunternehmen gerettet | BR24

© picture alliance / Martin Schroeder

Rückbau alter Fliesen, Werkzeug

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    Dekoramik: Klingenberger Traditionsunternehmen gerettet

    Die gut 100 Arbeitsplätze beim Klingenberger Keramikhersteller Dekoramik sind gerettet. Das bestätigt der frühere Interimsmanager der Klingenberg Dekoramik GmbH, Sven Diekhof auf BR-Nachfrage.

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    Im April war bekannt geworden, dass Dekoramik nach Investoren sucht. Neuer Eigentümer ist jetzt die ROY Ceramics SE mit Sitz in Frankfurt. Das börsennotierte Unternehmen hat am Dienstag einen Vertrag über den Kauf aller Anteile der Klingenberg Dekoramik GmbH von der Gruppe Ceramiche Ricchetti SpA abgeschlossen – zum symbolischen Kaufpreis von einem Euro.

    "Damit können alle 70 Kündigungen der Dekoramik-Mitarbeiter am Standort Klingenberg-Trennfurt, die wir zum 31. Juli ausgesprochen hatten, rückgängig gemacht werden!“ Sven Diekhof, ehemaliger CRO der Klingenberg Dekoramik GmbH

    Kommenden Montag (22.07.) wird der neue Geschäftsführer der Dekoramik, Matthias Herrmann, die weiteren Schritte in einer Betriebsversammlung in Trennfurt vorstellen. Diekhof zufolge baut die ROY Ceramics SE eine Produktion in Europa auf, nachdem sie sich aus dem Keramik-Geschäft in China zurückgezogen hat.

    Gründung im Oktober 1899

    Die Firma Klingenberg Dekoramik GmbH wurde im Oktober 1899 unter der Firmenbezeichnung "Albertwerke" (Thonindustrie AG) gegründet. Sie ist eigenen Angaben zufolge einer der führenden deutschen Hersteller von unglasierten keramischen Bodenfliesen und wurde 1995 vom italienischen Konzerns Ricchetti übernommen. 70 Prozent der Fliesen werden auf dem deutschen Markt vertrieben, über 25 Prozent der Produktion wird weltweit in Exportmärkten abgesetzt.