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Deggendorf: Pyromanie? Vater und Sohn vor Gericht | BR24

© pa/dpa

Vor dem Landgericht Deggendorf müssen sich heute Vater und Sohn verantworten - ihnen wird unter anderem Brandstiftung vorgeworfen.

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    Deggendorf: Pyromanie? Vater und Sohn vor Gericht

    Diebstahl, Brandstiftung, Urkundenfälschung - einem Vater und seinem Sohn werden viele Straftaten vorgeworfen. Jetzt müssen sie sich vor dem Landgericht Deggendorf verantworten. Unter anderem muss geprüft werden, ob der Vater unter Pyromanie leidet.

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    Ab heute müssen sich ein Vater und sein Sohn wegen einer Vielzahl von Vorwürfen vor der Ersten Jugendkammer des Landgerichts Deggendorf verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den 39- und 18-jährigen Männern in einer 24 Seiten umfassenden Anklageschrift unter anderem Fälle von Diebstahl, Brandstiftung, Verstoß gegen das Waffengesetz, Urkundenfälschung und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vor.

    Baucontainer, Gartenhäuser und leerstehendes Wohnhaus in Brand gesetzt?

    Unter anderem sollen die beiden Männer im Zeitraum November/Dezember 2018 in den Landkreisen Deggendorf, Straubing-Bogen und Dingolfing-Landau in mehrere Baucontainer und Gartenhäuser eingebrochen sein und diese anschließend angezündet haben. Ein Baucontainer und drei Gartenhäuser brannten vollständig ab, in zwei Fällen griff das Feuer auf danebenliegende Gebäude über und beschädigte diese.

    Außerdem wird den Angeklagten vorgeworfen, im Dezember im Landkreis Deggendorf im Dachgeschoss sowie im Keller eines leerstehenden Wohnhauses Feuer gelegt zu haben, sodass das Gebäude in Vollbrand gesetzt wurde.

    Pyromanie? Kammer prüft Gefahr für Allgemeinheit

    Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die beiden Angeschuldigten alkoholisiert waren. Weiter sei anzunehmen, dass bei dem 39-Jährigen eine Persönlichkeitsstörung und Pyromanie (krankhafter Trieb, Brände zu legen) besteht. Die Kammer muss prüfen, ob der Mann infolge eines Hanges zu erheblichen Straftaten für die Allgemeinheit gefährlich ist.

    Drei Verhandlungstermine, elf Zeugen

    Beide Angeschuldigten wurden Mitte Januar 2019 festgenommen und befinden sich seitdem in Untersuchungshaft bzw. in einstweiliger Unterbringung. Die Verhandlung beginnt um neun Uhr und wird am 19. und 29. Juli fortgesetzt. Es sollen insgesamt elf Zeugen gehört werden.