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Debatte um Fan-Gewalt: Herrmann trifft sich mit Klub-Chefs | BR24

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Vergangene Woche haben Vertreter von Fan-Initiativen bayerischer Fußball-Profi-Klubs einen Offenen Brief geschrieben. Sie fühlen sich zu Unrecht als Gewalttäter angeprangert. Heute trifft sich Innenminister Herrmann (CSU) mit den Profi-Klubs.

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Debatte um Fan-Gewalt: Herrmann trifft sich mit Klub-Chefs

Viele bayerische Fußballfans fühlen sich zu Unrecht als Gewalttäter angeprangert und kritisieren die Polizeipräsenz rund um die Stadien. Jetzt trifft sich Bayerns Innenminister Herrmann (CSU) mit Spitzen der Profi-Klubs, um über Sicherheit zu reden.

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Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) trifft sich am Dienstagnachmittag mit Vertretern der Bayerischen Fußball-Profi-Klubs. Thema ist die Sicherheitslage in den Fußballstadien. "Es geht um einen offenen Austausch mit den Vereinen", sagte ein Sprecher des Ministeriums zu dem Treffen.

Offener Brief der Fan-Initiativen

Thema bei der Runde im Innenministerium ist aber wohl auch der Inhalt eines offenen Briefes, den Vertreter von Fan-Initiativen bayerischer Klubs in der vergangenen Woche publiziert haben. Darin wenden sich die Unterzeichner gegen die ihrer Meinung nach oft ungerechtfertigte Kriminalisierung von Fußball-Fans und kritisieren die starke Polizeipräsenz rund um die Stadien.

Fanhilfe Regensburg beklagt Ungleichbehandlung

Zu den Unterzeichnern des Offenen Briefes gehören auch die beiden Rechtsanwälte David Hölldobler und Julian Wunderlich von der Fanhilfe Regensburg. Sie erwarten sich generell ein Umdenken in der Politik, was den Umgang mit Fußballfans angeht. Positive Aspekte, die mit einer aktiven Fanszene einhergingen, würden oftmals völlig ausgeblendet, monieren sie in einem Statement für den BR.

Die beiden Anwälte kritisieren außerdem eine Ungleichbehandlung. Es gebe einen "Trend bei den Ermittlungsbehörden, dass selbst bei Bagatellstraftaten und kleineren Delikten ein enormer Ermittlungs- und Verfolgungseifer zu Tage tritt, den wir so bei anderen Nicht-Fußball-bezogenen Sachverhalten nicht kennen". In letzter Zeit würden für Fans an Spieltagen auch verstärkt sogenannte Betretungsverbote für das ganze Stadtgebiet des Spielortes ausgesprochen, kritisieren die Anwälte.

Ministerium lobt gute Sicherheitslage

Der Sprecher des Innenministeriums verteidigte das Vorgehen der bayerischen Polizei bei Einsätzen an den Spieltagen. Generell sei festzustellen, dass die Sicherheitslage in den Stadien in Bayern besser sei als in Stadien in anderen Teilen der Bundesrepublik, sagte der Sprecher.

Neun Vereine sind eingeladen

Eingeladen zu dem Treffen ins Innenministerium sind die beiden Erstligisten FC Bayern und FC Augsburg, aus der Zweiten Bundesliga die SpVgg Greuther Fürth, der SSV Jahn Regensburg und der 1. FC Nürnberg, sowie aus der 3. Liga der FC Ingolstadt, die SpVgg Unterhaching, der TSV 1860 München, die zweite Mannschaft des FC Bayern und die Kickers aus Würzburg.