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S-Bahn Nürnberg
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Anja Bühling
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S-Bahn Nürnberg

Das gab die Deutsche Bahn AG heute bekannt. Die unterlegenen Bieter hätten bis 04. Januar Einspruch gegen die Entscheidung einlegen können, machten davon aber keinen Gebrauch.

450 Arbeitsplätze langfristig gesichert

Nach dem Ausstieg des britischen Mitkonkurrenten National Express (NX) Ende Oktober 2016, hatte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) alle Angebote neu geprüft. DB Regio hatte demzufolge das wirtschaftlichste Angebot abgegeben. Der Projektleiter bei der DB-Regio Bayern, Hilmar Lang, betont, dass dank des Zuschlags an sein Unternehmen, DB Regio rund 450 Mitarbeitern weiterhin "eine langfristige Arbeitsplatzsicherheit im Großraum Nürnberg bieten" kann.

Bewährte und neue S-Bahnen im Einsatz

Das S-Bahnsystem umfasst die heutigen S-Bahnlinien S1 bis S4 sowie die neue S-Bahnlinie S5 nach Allersberg. Während auf den Linien S1 und S2 laut DB bewährte Triebwagen vom Typ Talent 2 zum Einsatz kommen sollen, wird die DB Regio Bahn für die S-Bahnlinien S3 bis S5 Neufahrzeuge des Typs Coradia Continental von Alstrom beschaffen. Die Wartung der Fahrzeuge soll, so das Unternehmen, standortnah in der Regio-Werkstatt in Nürnberg-Gostenhof erfolgen. Wie die DB Regio Bayern ankündigt, sollen insgesamt rund 40 Mitarbeiter für die Sicherheit in den Zügen sorgen – das wären rund 50 Prozent mehr in den S-Bahnen als in der Ausschreibung gefordert.

Langer juristischer Streit bis zur Entscheidung

Im Februar 2015 hatte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) angekündigt, den Betrieb der Nürnberger S-Bahn an das britische Unternehmen National Express Rail GmbH mit Sitz in Köln zu vergeben. Daraufhin folgte eine juristische Auseinandersetzung, bei der die DB Regio gegen die Vergabeentscheidung klagte. Wegen der aus den Streitigkeiten entstandenen zeitlichen Verzögerungen, hatte das britische Unternehmen sein Angebot im Oktober 2016 zurückgezogen.