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Ein Mann versucht in Daxerau die Eingangstür seines Wohnhauses mit Sandsäcken abzudichten
© picture-alliance / dpa/dpaweb/Peter Kneffel
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Ein Mann versucht in Daxerau die Eingangstür seines Wohnhauses mit Sandsäcken abzudichten

Die Abgeordneten des Petitions- und Umweltausschusses das Bayerischen Landtags, die sich am Dienstag selbst ein Bild vor Ort gemacht haben, werden der Stadt Traunstein jetzt empfehlen, ein bestehendes Wasser-Gutachten nochmal von einem unabhängigen Sachverständigen überprüfen zu lassen und es auch auszuweiten.

Anwohner sind zufrieden mit der vorläufigen Lösung

Jetzt sollen die Wasserverhältnisse in der gesamten Daxerau am südlichen Stadtrand von Traunstein betrachtet werden. Nicht nur auf den Flächen des geplanten Neubaugebiets, sondern auch auf einem Feld, das bisher als landwirtschaftlicher Grund genutzt und möglicherweise auch bebaut werden wird - und auf den Grundstücken der bisherigen Anwohner. Für alle am Ortstermin Beteiligten ist dieser Kompromiss eine gute Lösung. Die Anwohner zeigten sich zufrieden, dass ihre Anliegen und Befürchtungen gehört wurden und sehen "einen Schritt in die richtige Richtung". Stefanie Schuhknecht, die Vorsitzende des Petitionsausschusses, sieht in dem neuen Gutachten einen guten Weg, um Frieden in der Daxerau zu schaffen.

Stadt Traunstein entscheidet über Neubau

Wie es mit dem geplanten Neubau von 120 Wohnungen nahe der Traun weitergeht, wird letztendlich aber ausschließlich die Stadt Traunstein entscheiden. Denn die Landtagsabgeordneten dürfen nur Empfehlungen und Bitten an die Stadt, die die kommunale Planungshoheit hat, aussprechen.

Streitigkeiten schon seit Jahren

Bewohner, Behördenvertreter und Politiker streiten seit Jahren über das Projekt. Eine Anwohnerin hatte sich daraufhin per Petition an den Landtag gewandt. Auch nördliche Nachbargemeinden, die an der Traun liegen, sehen die geplante Bebauung kritisch. Sie fürchten, dass bei ihnen die Hochwassergefahr steigt, wenn in Traunstein natürliche Überschwemmungsflächen wegfallen. Der Traunsteiner Stadtrat unterstützt die Neubaupläne dagegen mehrheitlich. Er sieht sich durch mehrere Gutachten bestätigt, deren Plausibilität die Gegner wiederum anzweifeln.