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Dauerschnee in Bayern: Verkehrsprobleme und hohe Lawinengefahr | BR24

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Der Winter hat den Süden Bayerns und Teile Österreichs weiter fest im Griff. Zwar ist in der Nacht nicht mehr viel Schnee gefallen, doch es gibt immer noch Behinderungen auf vielen Straßen und beim Bahnverkehr.

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Dauerschnee in Bayern: Verkehrsprobleme und hohe Lawinengefahr

Das anhaltende Schneechaos führt auch heute zu Behinderungen im Zug- und Straßenverkehr. In vielen Landkreisen fällt der Unterricht aus. Die Lawinengefahr bleibt hoch. Und es gibt noch keine Entwarnung: In den nächsten Tagen soll es weiter schneien.

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Der Winter hält die südlichen Regionen Bayerns weiter fest im Griff. Zwar flaute der Schneefall zunächst in der Nacht zu Montag etwas ab, doch immer noch gibt es Behinderungen auf den Straßen und beim Bahnverkehr. Hinzu kommen Straßensperrungen wegen Lawinengefahr. Überall in den deutschen Alpen herrscht die zweithöchste Lawinenwarnstufe vier.

Weitere Schneefälle erwartet - Lawinengefahr

Noch können die Meteorologen für den Süden des Freistaats keine Entwarnung geben. Für die nächsten Tage sind weitere Schneefälle angekündigt. Im Laufe des Montags seien etwa im Landkreis Berchtesgadener Land bis zu 20 Zentimeter, im Allgäu bis zu fünf Zentimeter Neuschnee möglich, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes in der Nacht auf Montag. Er warnte vor Schneebrüchen wie etwa Lawinen oder unter der Schneelast herabbrechende Äste. Nördlich der Donau soll es dagegen meist regnerisch-nass bleiben.

In vielen Landkreisen fällt die Schule aus

Freuen können sich die Schulkinder im Süden Bayerns. In den Landkreisen Miesbach, Bad-Tölz-Wolfratshausen, Traunstein, Oberallgäu und Ostallgäu sowie in Lindau fällt am Montag an vielen Schulen der Unterricht aus.

Erhebliche Einschränkungen beim öffentlichen Nahverkehr

Behörden, Feuerwehr und Hilfskräfte dürften im Laufe des Tages vor allem versuchen, den Betrieb des öffentlichen Nah- und Regionalverkehrs wieder auf die Beine zu stellen. Zahlreiche Bäume, die wegen der Schneelast umknickten, stürzten auf Straßen oder Schienen. So ist der gesamte Zugverkehr im Oberland ab Holzkirchen seit gestern früh komplett zum Erliegen gekommen.

Auch heute können die Strecken noch nicht befahren werden, ein Busersatzverkehr ist nur zum Teil möglich. Es gebe nicht ausreichend Busse um den Zugverkehr im gesamten Oberland abdecken zu können, teilte die Bayerische Oberlandbahn, kurz BOB, mit.

Auch die südlichen Gemeinden im Landkreis Traunstein und im Landkreis Berchtesgadener Land kämpfen derzeit mit den Schneemassen der vergangenen Tage. In der Stadt Traunstein sind zum Beispiel 30 Mitarbeiter mit größeren und kleineren Fahrzeugen im Einsatz, die die Schneeberge aus den Straßen und von Plätzen räumen.

Bahn und Nahverkehr nur teilweise in Betrieb

Zwischen Garmisch und Mittenwald konnte die Bahn den Betrieb dagegen teilweise wieder aufnehmen. Auch in Lindau läuft allmählich der öffentliche Nahverkehr wieder an, einzelne Linien fahren wieder.

Die Waldbahn in Niederbayern hat ihren Zugverkehr am Sonntag wieder aufgenommen. Auf der Strecke Zwiesel-Deggendorf fahren derzeit Busse als Ersatz. Laut Länderbahn sollen aber auch hier im Laufe des Tages wieder die Züge unterwegs sein. Auf den restlichen Bahnstrecken der Waldbahn läuft der Verkehr seit gestern abend wieder normal. Heute früh waren einige Züge noch mit verminderter Geschwindigkeit unterwegs, um eventuelle Bäume erkennen zu können.

Bereits mehrere Todesfälle

In Österreich waren am Wochenende zwei deutsche Skifahrer von Lawinen getötet worden. Zudem ist ein Skifahrer aus Slowenien am Sonntag bei einem Sturz abseits der Pisten im Skigebiet von Zauchensee im Pongau tödlich verunglückt. Der Mann versank in mehr als einem Meter Tiefschnee und konnte nicht mehr wiederbelebt werden.

Auch im Berchtesgadener Land am Teisenberg starb eine junge Frau in den Schneemassen. Am Blomberg (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) wurde ein 44-jähriger Skitourengänger am Sonntag von herabfallenden Ästen erschlagen. In Lenggries hingegen konnte ein 31-Jähriger lebend aus den Schneemassen gerettet werden. Er wurde nach Polizeiangaben am Sonntagmittag am Brauneck von einer Lawine mitgerissen.

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