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Dauerbrenner auch in Corona-Zeiten: 70 Jahre Romantische Straße | BR24

© BR/Tobias Hildebrandt
Bildrechte: picture-alliance/dpa

Die Romantische Straße, sie ist DIE Ferienstraße schlechthin. Sozusagen "erfunden" wurde sie vor 70 Jahren in Augsburg. Aktuell steigen die Besucherzahlen an der Romantischen Straße zwischen Würzburg und Füssen kontinuierlich.

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Dauerbrenner auch in Corona-Zeiten: 70 Jahre Romantische Straße

Die Romantische Straße ist die Ferienstraße schlechthin. "Erfunden" wurde sie vor 70 Jahren in Augsburg. Und es gibt gute Gründe, warum die Begeisterung der Touristen für Schlösser, Museen und mittelalterliche Städte unvermindert anhält.

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Von
  • Tobias Hildebrandt
  • Werner Bader

Die Tourismusbranche ist durch Corona hart getroffen. An Deutschland ältester und beliebtester Ferienstraße hat man trotzdem Grund zum Feiern. Die Romantischen Straße wird 70 Jahre alt. Zwar nur langsam, aber dafür stetig steigen seit 20 Jahren die Übernachtungszahlen in den Städten entlang der Romantischen Straße.

Immer mehr Individualreisende - weniger Gruppen

Sozusagen "erfunden" wurde sie vor 70 Jahren in Augsburg. Damals wie heute scheint die Idee zu funktionieren: Gemeinsam Werbung machen, um so die Touristen für Schlösser, Museen und mittelalterliche Städte zu begeistern. Die Besucherzahlen in den Orten an der Romantischen Straße zwischen Würzburg und Füssen steigen kontinuierlich, vor allem wegen der Individualtouristen. Gruppenreisen, die es früher häufig gab, von der Würzburger Residenz bis Schloss Neuschwanstein, gibt es immer weniger.

Romantische Straße verzeichnet 2020 gestiegene Nachfrage

Beliebt ist die Romantische Straße trotzdem. Auch wenn für dieses Jahr noch keine Übernachtungszahlen vorliegen, könnte die Route vielleicht sogar ein Gewinner der Corona-Krise sein. Jürgen Wünschenmeyer, der Geschäftsführer der Touristik-Arbeitsgemeinschaft der Romantischen Straße, kann das anhand von Portokosten überschlagen: Im Normalfall gebe es Informationsanfragen aus Deutschland, die sein Verband mit Portokosten von 6.000 Euro gegenrechne. In diesem Jahr liege man bereits bei 15.000 Euro. "Das heißt, die Deutschen beschäftigen sich intensiv mit dem Urlaubsland Deutschland und fordern Informationen für den Urlaub im eigenen Land an", so Wünschenmeyer.

Ideale Route für Camper

Eine große Urlaubergruppe sind dabei die Camper, die die Romantische Straße oder Teile davon mit ihren Wohnmobilen abfahren. Zum Beispiel Simone Kaatz aus Ludwigslust. "Es ist ne tolle Alternative, da wir ja auch überhaupt nicht mehr fliegen können im Moment, also fahren wir mit unserem Haus durch die Gegend“, sagt die Mecklenburgerin.

Neue Angebote sollen Aktiv-Urlauber ansprechen

Künftig will die Touristik-Arbeitsgemeinschaft versuchen verstärkt Aktiv-Urlauber anzulocken, zum Beispiel mit dem Weitwanderweg entlang der Route. "Wir haben hier 500 Kilometer unberührte Natur, abwechslungsreiche Landschaften, kombiniert mit regionalem Genuss, Essen und Trinken, das werden die Schwerpunkte sein", erklärt Geschäftsführer Wünschenmeyer. Man erhoffe sich, dass die Menschen die Romantische Straße unter diesem aktiven Aspekt wieder oder neu entdecken werden.

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