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Bayerische Datenschützer haben kein Problem mit Klingelschildern | BR24

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© pa/dpa

Namensschilder an einem Mietshaus

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Bayerische Datenschützer haben kein Problem mit Klingelschildern

Datenschützer und Mieterbund in Bayern sehen keinen Grund für ein Verbot von Namensschildern an Mietwohnungen. Nur bei Widerspruch des Mieters muss das Schild weg. Hauseigentümer und Vermieter in Niederbayern und der Oberpfalz raten zu Gelassenheit.

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Die Klingelschilder an Mietwohnungen sollen bleiben. Aus Bayern gibt es keine Stimmen, die ein Ende der Namensschilder befürworten. Der Präsident des gesamtdeutschen Immobilieneigentümerverbandes Haus & Grund, Kai Warnecke, hatte der "Bild"-Zeitung gesagt, aus Datenschutzgründen werde er allen 900.000 Mitgliedern das Entfernen der Namensschilder empfehlen.

Gelassenheit in Bayern

Sein Regensburger Kollege hingegen widerspricht: Burkhard Schmidt, Jurist bei Haus & Grund, sagt, die Mieter würden im Mietvertrag auf ihre Datenschutzrechte hingewiesen. Der Vermieter müsse hier nicht in Vorleistung gehen. Das wichtigste sei immer noch, dass die Mieter gefunden werden können, zum Beispiel vom Postboten, Rettungssanitätern oder privaten Besuchern.

Thomas Petri hält nichts vom Klingelschild-Verbot

Auch der bayerische Landesdatenschutzbeauftragte Thomas Petri hält nichts vom Klingelschild-Verbot: Der Vermieter sei im Regelfall sogar verpflichtet, einen Namen an die Klingel zu schreiben. Nur bei einem Widerspruch müsse das Schild weg. Entsprechend sieht es auch der bayerische Landesverband des Deutschen Mieterbunds.

Klingelschild-Debatte kommt aus Österreich

Angestoßen hat die Diskussion ein Mieter aus Wien. Er hatte sich beschwert, dass seine Datenschutzrechte nicht gewahrt werden, wenn sein Name an der Tür steht. Die kommunale Wohngesellschaft der Stadt Wien hat daraufhin angekündigt, alle Namen von den Klingeln entfernen zu lassen: 220.000 Schilder sollen weg.