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Symbolbild: Marienplatz in München

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    Datenprobleme bei Corona-Inzidenzwert: München doch über 100

    Die Erleichterung über das Absinken der 7-Tage-Inzidenz in München ist womöglich nur von kurzer Dauer. Nach Angaben des LGL liegt der Wert aktuell bei 116,4 und damit deutlich über der 100er-Marke. Im Rathaus ist von einem "Datenproblem" die Rede.

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    Von
    • Birgit Grundner

    In München war die Freude groß, dass die Corona-Notbremse erstmal vom Tisch ist. Doch jetzt könnte alles wieder anders aussehen. Zumindest gibt es Unstimmigkeiten beim Inzidenz-Wert. Das Robert-Koch-Institut (RKI), dessen Veröffentlichungen immer ausschlaggebend für die Corona-Regeln sind, meldete heute den Wert 94,4 (gestern 102,5). Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegt der Wert aber aktuell bei 116,4.

    Verantwortliche der Stadt sprechen von "Datenproblem"

    Im Rathaus ist von einem "Datenproblem zwischen LGL und RKI" die Rede. Die Stadt will nun "mit den zuständigen Stellen klären, welche Konsequenzen das Datenproblem auf den Zeitpunkt einer Verschärfung der Corona-Regeln bei einem Inzidenz-Wert über 100 ('Notbremse') hat".

    Seit Mittwoch wieder mehr Freiheiten

    Die bayerische Landeshauptstadt hatte die Corona-Regeln erst am Mittwoch gelockert. Museen, Galerien, den Botanischen Garten und den Tierpark Hellabrunn kann man mit Termin wieder besuchen. Die nächtliche Ausgangssperre ist aufgehoben, und es können sich wieder bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

    Kommt doch wieder die "Notbremse"?

    Gestern wurde der Wert 100 dann wieder überschritten. Bei einem Überschreiten an drei aufeinanderfolgenden Tagen müsste erneut die "Notbremse" gezogen werden – sprich, all das würde wieder zurückgenommen.

    Präsenz- und Wechselunterricht an Münchens Schulen

    Für die Regelung in den Schulen nach den Osterferien ist ohnehin der Freitagswert ausschlaggebend, der unter 100 geblieben war (95,5). Damit können die Münchner Schulen morgen mit Präsenzunterricht starten, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend eingehalten werden kann. Wo das nicht geht, findet Wechselunterricht statt. Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht sind zwei Tests pro Woche - das gilt für Schüler wie für Lehrer. Kitas können mit eingeschränktem Regelbetrieb in festen Gruppen öffnen.

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