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Es wird noch bis Donnerstag dauern, bis die Inzidenzzahlen für Nürnberg berichtigt sind.

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Datenpanne in Nürnberg: Valide Coronazahlen erst ab Donnerstag

Ein Übermittlungsfehler hat dazu geführt, dass Nürnberg laut RKI einen Inzidenzwert von über 200 hatte. Doch in Wahrheit liegt der Wert deutlich niedriger – die Fehlerbehebung läuft noch. Und sie wird wohl noch ein wenig Zeit brauchen.

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Von
  • Julia Demel
  • Henry Lai

Die Inzidenzzahlen in Nürnberg liegen deutlich niedriger als in den vergangenen Tagen gemeldet. Grund dafür ist eine Datenpanne. Wie das Gesundheitsamt heute mitteilte, liegt der tatsächliche Wert nach seinen Berechnungen zwischen 165 und 170 – dagegen hat das Robert-Koch-Institut für heute einen Wert von 206,4 ausgewiesen.

Fehler bei der Übermittlung

Nach Angaben des Amtes kam es zu einem Fehler bei der Übermittlung der Daten ans RKI. Offenbar gab es Doppelmeldungen, weil Altfälle fälschlicherweise nochmals als Erstmeldungen gewertet wurden. Nach Angaben der Nürnberger Gesundheitsreferentin, Britta Walthelm (Bündnis 90/Grüne) waren von diesen fehlerhaften Meldungen auch andere Kommunen betroffen, zum Beispiel Fürth, Schweinfurt oder der Landkreis Nürnberger Land.

Oberbürgermeister entschuldigt sich

Im Interview mit der "Frankenschau aktuell" bedauerte Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU) den Fehler und entschuldigte sich dafür. Doch das könne überall passieren, wo Menschen arbeiten. Er verstehe, dass sich die Menschen auf die Zahlen verlassen. Deshalb habe die Stadt ihr Möglichstes getan, um den Fehler zu beheben.

Valide Daten erst ab Donnerstag

Die fehlerhaften Datensätze sollen heute im Laufe des Tages bereinigt werden, aber wegen des Meldeverfahrens rechnet das Gesundheitsamt erst am Donnerstag (13.05.21) wieder mit validen Zahlen für die Stadt Nürnberg.

Insgesamt sei das Infektionsgeschehen in Nürnberg weitgehend diffus, so Walthelm weiter. Die Tendenz sei aber stagnierend bis leicht sinkend.

"Nürnberg befindet sich damit derzeit im Rückgang der dritten Corona-Welle." Britta Walthelm, Gesundheitsreferentin

Da 50 Prozent der Infektionen auf sozial angespannte Stadtviertel entfallen, prüfe man gezielte Präventionsmaßnahmen. Kein erhöhtes Infektionsgeschehen sei hingegen bei den Erntehelfern zu verzeichnen. Dort finden derzeit gezielte Impfkationen statt.

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Der Corona-Inzidenzwert für Nürnberg ist zu hoch. Das liegt an einer technischen Panne. Wie konnte es dazu kommen? Das will Moderatorin Julia Büchler von Oberbürgermeister Marcus König (CSU) wissen.

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