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Das Team von Christoph 17: Lebensretter in den Allgäuer Bergen | BR24

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Wenn Wanderer oder Kletterer in den Bergen verunglücken, dann sind die zur Stelle: Die Luftretter von Christoph 17. Die Staffel südlich von Kempten hat gerade ihr 40. Dienst-Jubiläum gefeiert und schon so einige Menschenleben gerettet.

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Das Team von Christoph 17: Lebensretter in den Allgäuer Bergen

Wenn Wanderer oder Kletterer in den Bergen verunglücken, dann sind sie zur Stelle: Die Luftretter von Christoph 17. Die Staffel aus Durach südlich von Kempten hat gerade ihr 40. Dienstjubiläum gefeiert und bereits einige Menschenleben gerettet.

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Das bislang sonnige Herbstwetter hat in den vergangenen Tagen tausende Menschen in die Alpen gelockt. Für die Berg- und Luftretter bedeutet das quasi Dauereinsatz. In Durach im Allgäu, südlich von Kempten, sind die Luftretter von Christoph 17 stationiert. Die Staffel ist schon seit 40 Jahren im Einsatz.

Jährlich 1.600 Rettungseinsätze für Christoph 17

Bis zu zwölf Mal täglich starten die Retter von Durach aus mit dem Helikopter zu Rettungsflügen. Rund 1.600 Einsätze kommen so übers Jahr zusammen. Trotzdem gebe es nie Routine, sagt Pilot Thomas Pfasch. "Alles in allem ist jeder Einsatz eine neue Herausforderung vor der wir eine Besprechung machen, wie wir das taktisch angehen, weil wir ja nicht vorgefertigte Einsatzorte haben."

Technisch entwickele sich die Luftrettung immer weiter. Schon bald soll Christoph 17 eine Seilwinde erhalten, um die Rettung noch schneller und effizienter machen.

Einsatzkräfte retten Leben von Verunglückten

Bei zahlreichen Einsätzen zählt jede Minute, so auch am 9. Juni 2011: Da endete ein Ausflug in die Allgäuer Berge für den damals 21-Jährige Florian Korfmann beinahe tödlich. Er stürzt zwölf Meter in die Tiefe, zerstört sich dabei einen Wirbel. "Den hat man durch einen künstlichen Käfig ersetzt. Der untere Rücken ist fixiert, der Rumpfbereich war gebrochen und ist wie ein normaler Knochenbruch verheilt", erinnert sich Korfmann.

Dass der junge Mann heute wieder auf eigenen Beinen steht, verdankt er der Versorgung im Klinikum Kempten. Vor allem aber der schnellen Rettung durch das Team von Christoph 17.

Corona-Abstand halten: Im Helikopter fast unmöglich

Trotz oder gerade wegen Corona haben die Luftretter im "Goldenen Oktober" viele Rettungseinsätze, denn die Menschen zieht es ins Freie, in die Natur. Aber in Corona-Zeiten können im Helikopter die Abstände kaum eingehalten werden - und Maske gehe im Einsatz auch nicht immer, berichtet Notarzt Frank Heinzelmann: "Klar schaut man, dass man Vorsichtsmaßnahmen einhält, um eine Infektion zu verhindern. Aber man muss auch auf sich selbst Acht geben: Was nützt mir die tolle Maske, wenn ich am Ende selbst abstürze? Es ist immer ein Kompromiss."

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