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Das neue politische Kabarett der Augsburger Puppenkiste | BR24

© BR/Barbara Leinfelder

Olaf Scholz und AKK werden heuer zum ersten mal dabei sein. Schon seit 70 Jahren bringt die Augsburger Puppenkiste jedes Jahr an Silvester politisches Kabarett auf die Bühne. Dieses Jahr machen es die Politiker der Puppenkiste allerdings nicht leicht

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Das neue politische Kabarett der Augsburger Puppenkiste

Olaf Scholz und AKK werden heuer zum ersten mal dabei sein. Schon seit 70 Jahren bringt die Augsburger Puppenkiste jedes Jahr an Silvester politisches Kabarett auf die Bühne. Dieses Jahr machen es die Politiker der Puppenkiste allerdings nicht leicht

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Der Kasperl führt als Moderator durch das Kabarett-Programm der Augsburger Puppenkiste. So mancher Politikerkopf, den das Publikum zu sehen bekommt, ist schon ein alter Hase, mancher kommt ganz neu dazu. Annegret Kramp-Karrenbauers Konterfei ist frisch aus Lindenholz geschnitzt worden, auch Olaf Scholz gibt es jetzt als Puppenfigur, Kevin Kühnert hängt bislang noch auf der Reservebank, sagt der Chef der Augsburger Puppenkiste, Klaus Marschall.

Die Uneinigkeit der SPD macht es der Puppenkiste schwer

Die politische Lage in Berlin ist heuer schwierig für die Puppenkiste, gesteht Marschall ein, „weil wir ja immer noch nicht wirklich wissen, wie geht es denn weiter, was wird aus der Groko.“ Aber die Puppenkiste musste schon immer flexibel sein. So mancher Holzkopf wurde im Lauf der Jahre in die Statisterie geschickt, oder dann wieder aus der Kiste geholt, ganz so wie im echten Politikerleben.

Puppenkiste-Chef wünscht sich mehr "Charakterköpfe"

Es wird auch immer schwieriger bei den Puppen typische Erkennungsmerkmale herauszuarbeiten, sagt Marschall. In den 70er und 80er Jahren waren viele Politiker "Charakterköpfe", beispielsweise Herbert Wehner, Franz-Josef Strauß oder auch Helmut Schmidt, erklärt Marschall, verglichen damit "sind die heutigen schon ein bisschen farblos", so Marschall.

Politisches Kabarett und Puppenspiel-Kunst

Neben Polit- und Gesellschaftssatire geht es natürlich um die Puppenspiel-Kunst, bei einer Nummer dürfen die Zuschauer den Spielern buchstäblich auf die Finger sehen. Eine bunte Mischung zum 70. Jubiläum des Kabaretts in der Puppenkiste soll es sein, betont Marschall. Es sollen nicht nur Kalauer präsentiert werden, es soll aber auch nicht nur schön sein: "Wir wollen einfach eine schöne ausgewogene Mischung machen, die aber auch bestimme Sachen aufs Korn nimmt, auch so eine kleine Stelle, wo einem der Lacher im Hals stecken bleibt. Das (...) zeichnet das Programm immer wieder aus", so Marschall.