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Das Grüne Rothenburg ob der Tauber | BR24

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Der wochenlange Lockdown ist für Touristenstädte wie Rothenburg ob der Tauber fatal. Nach den ersten Lockerungen hat die Stadt Rothenburg nun ein Konzept entwickelt, das vor allem deutsche Touristen anlocken soll.

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Das Grüne Rothenburg ob der Tauber

Frankens Touristen-Hochburg Rothenburg ob der Tauber spürt die Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders: Gäste bleiben aus. Doch die Stadt hat sich, als eine der ersten in Franken, ein Corona-Tourismus-Konzept überlegt: Das Grüne Rothenburg.

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Das ganze Jahr über ist für den Tourismus in Rothenburg ob der Tauber Hochsaison. Doch die belebten Straßen bleiben derzeit meistens leer. Die Ausgangsbeschränkungen der Corona-Virus haben auch hier Spuren hinterlassen. Aber die Stadt hat sich als eine der ersten in Franken ein Corona-Tourismus-Konzept überlegt: Das Grüne Rothenburg.

Es zieht wieder Leben ein

Komplett kontaktlos können Touristen in Christian Mittermeiers Hotel "Alter Ego" in Rothenburg einchecken und ihren Aufenthalt genießen. Dazu ist nur ihr Smartphone oder ein Token nötig. Neu in dieser Saison ist auch: Der 54-Jährige bietet seinen Gästen Picknick-Rucksäcke an – damit will er das Wandern in der Region für künftige Sommergäste noch attraktiver machen.

"Wir haben alles so vorbereitet, dass die Gäste einfach mit dem was wir hier bieten mit einer Landkarte auf der auch noch ein paar kurze Erklärungen drauf sind einen tollen Tag in der Natur machen können." Christian Mittermeier, Gastronom

Bekannt ist Rothenburg für sein mittelalterliches Flair. Enge Gässchen durch die sich üblicherweise Menschenmassen aus aller Welt drängen – in Zeiten von Corona nicht mehr denkbar. So hat die Stadt nach Alternativen gesucht. "Wir setzen ganz viel auf Frischluft und weniger auf Gewölbe", sagt Jörg Christöphler, Tourismusdirektor der Stadt. "Die Leute wollen raus und das ist unser Angebot, das streuen wir jetzt über alle Kanäle."

Raus aus der Stadt - rein in die Natur

Die Touristen sollen aus der Innenstadt raus in die Natur. Das ist ein Ziel des neuen Wanderkonzepts. Der Clou: Viele Wege führen an Rothenburg vorbei und die Wanderer haben trotzdem immer die Schönheit der Altstadt im Blick, sagt Kultur- und Wanderführer Lothar Schmidt. "Kurz unterhalb der Stadt gibt es ein Wanderparadies", erklärt Schmidt. "Wir können uns für verschiedene Richtungen entscheiden. Entweder gehen wir geradeaus den Jakobsweg in Richtung Süden oder entlang dem schönen Schandtaubertaul."

Mit Erdebeeren und Secco unterwegs

Die heutige Mühlenweg-Wanderung führt Lothar Schmidt auf rund fünf Kilometern durch das Taubertal, vorbei an mehr als einem Dutzend Mühlen. Aber auch das Wildbad Rothenburg, ein Tagungszentrum oder die Aussicht von der Engelburg auf die Stadt, sollen Besucher, aber auch Einheimische zum Verweilen in der Natur einladen. Vor dem Topplerschlösschen - dem spätmittelalterlichen Wohnturm des ehemaligen Rothenburger Bürgermeisters Heinrich Toppler – testet Lothar Schmidt den Picknick-Rucksack: Erdbeeren, Secco, belegte Brötchen: Regionale Produkte im Rucksack und viele Aktivitäten an der frischen Luft. Darauf setzen die Rothenburger und hoffen so, die Einbußen der vergangenen Wochen etwas auffangen zu können.

© doa/pa, Daniel Karmann

Rothenburg ob der Tauber: Blick in die Obere Schmiedgasse

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