Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Das Gäubodenvolksfest ist eine echte Kalorienbombe | BR24

© BR

Viele Schmankerl auf dem Volksfest (Symbolbild)

Per Mail sharen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Das Gäubodenvolksfest ist eine echte Kalorienbombe

Auf so einem Volksfest wie dem Gäubodenvolksfest gibt es jede Menge leckere Schmankerl - die aber meistens ziemlich viele Kalorien haben. Ernährungsberaterin Andrea Götz erklärt, wie viele Kalorien Bier, Steckerlfisch oder Mandeln haben.

Per Mail sharen

Beim Gäubodenvolksfest gibt's längst internationale Schmankerl wie Tapas, Shrimps oder amerikanische Burger. Aber natürlich auch traditionelle Schmankerl wie Giggerl, Schweinshaxn, Steckerlfisch, Emmentaler, Brezn und gebrannte Mandeln. Da läuft das Wasser im Mund zusammen, aber manch einer sieht die Speckröllchen am Bauch oder den Oberschenkeln schon wachsen, wenn er nur an solche Köstlichkeiten denkt. Wie viele Kalorien haben Bier und Co. tatsächlich?

500 kcal für eine Maß Bier

Im Sekundentakt gehen auf dem Gäubodenvolksfest Maßkrüge voller Bier über den Schanktisch – schön und g'schmackig, aber auch gehaltvoll. Eine Maß Bier – wenn sie gut eingeschenkt ist – könne knapp 500 Kilokalorien (kcal) haben, mit Wasser wäre man bei Null, erklärt Ernährungsberaterin Andrea Götz. Aber wer will schon bei einer Wassermaß sitzen, wenn rundherum das Bier fließt - vielleicht wäre alkoholfreies Bier eine Kalorien-Alternative? "Alkoholfreies Bier hat ein Drittel weniger an Kalorien. Ein Radler hat auch weniger wie eine Maß Bier – etwa 360 kcal", sagt die Ernährungsberaterin.

Viel Positives an den gehaltvollen Schmankerln

Den Spaß beim Gäubodenvolksfest will die Ernährungsberaterin von der AOK aber niemandem verderben. Sie sucht nach dem Positiven bei den Schmankerln: Bier hat beispielsweise auch gesunde Bestandteile wie Vitamin B oder Mineralien. Das ist durchaus gesund, aber wie immer ist die Menge entscheidend. Zu viel vom Gerstensaft ist ungesund.

Emmentaler ist ein gesunder Käse

Am typischen Volksfestkäse findet Götz auch etwas Gutes: Emmentaler sei ein gesunder Käse mit viel Kalzium. Nur auf das Salz sollte man lieber verzichten – Emmentaler enthält eh schon genug. Kalorienarm ist der Käse aber keinesfalls: 100 Gramm haben 400 kcal. Wer noch eine große Breze dazu isst, der kommt zusammen dann schon auf fast 1.000 kcal.

© BR / Birgit Fürst

Ernährungsberaterin Andrea Götz auf dem Gäubodenvolksfest

Aber es gibt ja auch noch den Steckerlfisch am Gäubodenvolksfest. Meist Forellen oder Zander brutzeln über der Kohle – und Fisch ist doch gesund, oder? Die Ernährungsexpertin Götz gibt beim Kaloriengehalt grünes Licht: Forelle und Zander sind eher magere Fische, je nach Größe haben sie zwischen 400 und 500 kcal. Wer Wert auf die wertvollen Omega-3-Fettsäuren legt, sollte aber eher zu fetteren Fischen greifen – wie die Makrele. Omega-3-Fettsäuren sind nämlich gut für die Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Gebrannte Mandeln lieber einteilen

Andrea Götz will nicht einmal die gebrannten Mandeln schlecht reden. "Mandeln haben viele Mineralien, Kalium, Magnesium, Eisen und viele B-Vitamine", sagt sie. Angesichts von rund 600 kcal bei 100 Gramm rät die Ernährungsberaterin aber doch zu Zurückhaltung. Lieber die Tüte zumachen und über ein paar Tage hinweg vernaschen.

Kalorien auf den Bierbänken wieder loswerden

Den meisten Besuchern ist es egal, dass ein halbes Gickerl 400 bis 500 kcal hat oder die Schweinhaxe bis zu 600 kcal. "Drauf gschissn", sagt ein junger Mann auf Nachfrage auf gut Bairisch. Viele treibt es im Bierzelt dann irgendwann auf die Bierbänke zum Tanzen – so wie ein paar Volksfestbesucherinnen aus Köln.

Zwischendurch mal Karussell fahren

Um all die Kalorien wieder loszukriegen, müssen die Kölnerinnen allerdings lange durchhalten: Höchstens 60 kcal verbrennen in zehn Minuten bei vollem Körpereinsatz auf der Bierbank. Besser als gar nichts – meint Ernährungsberaterin Andrea Götz und rät: zu Fuß oder mit dem Radl zum Gäubodenvolksfest kommen, wenn das möglich ist. Und nicht einfach nur rumsitzen und den anderen beim Tanzen zuschauen, sondern sich selbst bewegen und mittanzen. Zum Schluss hat Götz noch einen nicht ganz ernstgemeinten Rat: "Vielleicht zwischendurch mal Karussell fahren, dann wird es einem ein bisschen schlecht und dann braucht man auch nicht so viel zum Essen."