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Das Bräustüberl und die Verordnung Nr. 1151 | BR24

© picture-alliance / dpa

Obazda

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    Das Bräustüberl und die Verordnung Nr. 1151

    Nicht jeder Obazde ist ein Obazda. Die "Schutzgemeinschaft Obazda" und die "Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft" haben die Rezeptur per Patent schützen lassen - zum Leidwesen des Bräustüberls am Tegernsee.

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    Laut Verordnung "Nummer 1151 des Rates über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel sind verpflichtende Zutaten": Camembert oder Brie, wahlweise zusätzlich Romadur, Limburger oder Frischkäse sowie Butter, Paprikapulver, Salz. Freigestellt sind die Zutaten: Zwiebel, Kümmel, andere Gewürze oder Kräuter, Paprika, Rahm, Bier.

    Die Obazda-Rahmenrezeptur

    Und ganz wichtig: "Die Verarbeitung der gesamten Zutaten zu Obazda findet in Bayern statt", heißt es in der Verordnung. Warum das alles?

    "Die Rezeptur ist ja eine Rahmenrezeptur. 'Obazda' ist eine geschützte geografische Angabe. Dafür muss man ja auch einen Rahmen stecken, um zu sagen, das ist die Vorschrift. Natürlich basiert das auf der Tradition, die wir hier in Bayern haben. Der Obazde ist ja in Bayern zu Hause und auch in Bayern geboren worden." Maria Linderer von der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft

    Das Bräustüberl am Tegernsee und sein Problem

    Maria Linderer von der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft sagt, die Obazda-Verordnung gelte europaweit. Schließlich sei der Obazde eine bayerische Spezialität:

    "Er kann nur in Bayern hergestellt werden. Es kann zum Beispiel niemand in Österreich den Obazdn herstellen. Das ist ja auch nicht deren typisches Produkt."

    Die Verordnung muss künftig auch von Gastwirten eingehalten werden, wenn sie ihren Gästen Obazdn anbieten wollen. Das Bräustüberl am Tegernsee will seine altbewährte Rezeptur allerdings nicht ändern und musste den Obazdn jetzt umtaufen - in "Bräubazi".