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Darum sind FFP2-Masken in Apotheken so teuer | BR24

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In der Apotheke kosten FFP2-Masken zwischen vier und acht Euro - pro Stück. Der Bayerische Apothekerverband verteidigt diese hohen Preise.

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Darum sind FFP2-Masken in Apotheken so teuer

In der Apotheke kosten FFP2-Masken zwischen vier und acht Euro - pro Stück. Der Bayerische Apothekerverband verteidigt diese hohen Preise. Zum einen müssen Apotheken höhere Einkaufspreise bezahlen, zum anderen auch mehr Leistung bieten.

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Von
  • Meike Föckersperger
  • Zara Kroiß
  • BR24 Redaktion

Der stellvertretende Vorsitzende des Bayerischen Apothekerverbands, Josef Kammermeier aus Regensburg, verteidigt die vergleichsweise hohen Preise für FFP2-Masken in Apotheken. Wie er dem Bayerischen Rundfunk mitteilte, gebe es hierfür zwei Gründe.

Höhere Einkaufspreise - mehr Leistung

Zum einen würden die Einkaufspreise der Masken extrem variieren. Es gebe Wellen mit sehr günstigen Preisen, die am nächsten Tage schon wieder "passé" seien. Zum anderen bieten Apotheken andere Leistungen an als Drogeriemärkte. Das würden viele Apotheken wiederum in ihren Preis einkalkulieren, so Kammermeier.

"Bei uns wird sehr viel Beratungsleistung abverlangt: Wie lege ich die Maske richtig an? Wie kann ich die Maske regenerieren? Wie lange kann ich sie verwenden?" Josef Kammermeier, Stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbands

Eine FFP2-Maske kostet in Apotheken derzeit zwischen vier und acht Euro. Einige Apotheken begründen die "hohen Preise" auch anhand der geringen Bestellmenge. Große Einzelhändler hätten die Möglichkeit, mehr Masken zu bestellen und sie so günstiger zu erwerben.

Gefälschte Schutzmasken im Umlauf

In den vergangenen Monaten seien wiederholt fehlerhafte FFP2-Masken mit gefälschten Kennzeichnungen im Umlauf gewesen, warnt der TÜV-Verband. Die Zertifizierung des Produkts erfolgt durch notifizierte Stellen. Dies sind neutrale Prüforganisationen, die unabhängig von den Herstellerangaben zuverlässige Aussagen zu Qualität und Sicherheit von Produkten, technischen Anlagen und Dienstleistungen machen, so André Siegl, Experte für Arbeits- und Gesundheitsschutz des Verbands.

Wenn die Filterleistung nicht den Anforderungen der Norm entspreche, könne das für den Träger unter Umständen durchaus gefährlich sein und eine Infektion zur Folge haben, warnt Siegl. Käufer sollten auf die korrekte Kennzeichnung achten.

Auf diese Angaben sollte geachtet werden

- Mit dem CE-Kennzeichen erklären die Hersteller, dass die Maske alle rechtlichen Anforderungen in der EU erfüllt.

- Die darauffolgende vierstellige Nummer gibt Rückschluss auf das Prüfinstitut, das die Zertifizierung durchgeführt hat, zum Beispiel 1008 für TÜV Rheinland.

- Die Schutzklasse (FFP2) benennt die Filterleistung: bei FFP2-Masken mindestens 94 Prozent für Aerosole.

- Die Europäische Norm DIN EN 149 wird mit Jahresangabe versehen. Für DIN EN 149 mit 2009-08 oder auch als EN 149:2001+A1:2009

- Zudem sollte auf der Maske ein Herstellername oder eine Marke abgedruckt sein. Die Herstellerangabe mit der Anschrift sollte auch auf der Verpackung abgebildet sein.

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In Bayern sind sie ab Montag Pflicht: Was bei FFP2-Masken dringend zu beachten ist.

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