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Darknet-Drogenshop: Mutmaßliche Betreiber festgenommen | BR24

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Die mutmaßlichen Betreiber des Drogenshops "Lenas Bioladen" sind nach fast zweijähriger Ermittlungsarbeit festgenommen worden.

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Darknet-Drogenshop: Mutmaßliche Betreiber festgenommen

Cybercrime-Experten aus Oberfranken sind den mutmaßlichen Betreibern des Darknet-Drogenshops "Lenas Bioladen" auf die Spur gekommen. Die Beschuldigten hatten aus Neu-Ulm Briefe mit insgesamt vier Kilogramm Marihuana verschickt.

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Die mutmaßlichen Betreiber des Darknet-Drogenshops "Lenas Bioladen" sind nach fast zweijähriger Ermittlungsarbeit festgenommen worden. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Bamberg und das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilen, sei die Festnahme von zwei Männern im Alter von 31 und 42 Jahren bereits im Juli erfolgt.

Cannabisprodukte per Post

In dem Shop konnten Käufer aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland Cannabisprodukte bestellen, die ihnen dann auf dem Postweg zugestellt worden seien. Die beiden Beschuldigten befinden sich in unterschiedlichen Justizvollzugsanstalten. Sie sind jeweils mehrerer Fälle des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge dringend verdächtig. Das Gesetz sehe dafür Freiheitsstrafe von einem bis zu 15 Jahren vor.

Onlineshop mit Sitz in Neu-Ulm

Die Ermittlungen seien im Oktober 2018 gestartet, als Cybercrime-Experten aus Oberfranken auf den Onlineshop im Darknet gestoßen waren. Die Spurenauswertung habe nach Neu-Ulm geführt. Von dort aus hätten die Shopbetreiber tausende Briefe mit verbotenem Inhalt versandt. Unter Handelsnamen wie "Lenas Cheese" oder "Lenas Hawaiian Snow" seien zwischen Juni 2018 und März 2020 mindestens vier Kilogramm Marihuana über "Lenas Bioladen" verkauft und ausgeliefert worden.

Beweismittel in Wohnungen sichergestellt

Ermittlungsarbeit habe die Beamten 2019 auf die Spur eines 42-jährigen Mannes aus dem Alb-Donau-Kreis gebracht. Im weiteren Verlauf kristallisierte sich ein 31-jähriger Mann aus dem Zollernalbkreis als zweiter Tatverdächtiger heraus. Am 21. Juli seien die Wohnungen der beiden Beschuldigten durchsucht worden. Dabei hätten die Beamten diverse Beweismittel, darunter Verpackungsmaterial, Mobiltelefone, Computer und Speichermedien sowie Bargeld und Bitcoins sichergestellt.

Haftbefehl wegen Fluchtgefahr

Gegen beide Männer erging auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am 22. Juli Untersuchungshaftbefehl wegen Flucht- und Verdunkelungsgefahr. Die Ermittlungen und Auswertungen bei der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben Oberfranken und der Zentralstelle Cybercrime Bayern dauern an, da Anhaltspunkte für weitere Transaktionen über den Darknet-Drogenshop in fünfstelliger Anzahl mit einem Gesamtumsatz im Millionenbereich bestünden, heißt es weiter.

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