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Darknet: Bayern kooperiert mit holländischer Firma | BR24

© BR/Lisa Hinder

Kriminalität im Netz nimmt stark zu

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    Darknet: Bayern kooperiert mit holländischer Firma

    Die Kriminalität im Internet nimmt stark zu. Das zeigt etwa der Lagebericht Cybercrime des Bundeskriminalamts. Um das Dark Web besser zu durchleuchten, arbeitet das bayerische Justizministerium von heute an mit niederländischen Spezialisten zusammen.

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    Mordaufträge, Drogen- und Waffenhandel oder Kinderpornografie – die Bandbreite der Verbrechen, die im oder mittels Internet begangen werden, ist immens. 

    Hinter einer anonymen Maske

    Vieles spielt sich im Darknet ab, einem versteckten Teil des Internets. Um diese Seiten aufzurufen, wird ein spezieller Browser benötigt, häufig wird dafür der Tor-Browser verwendet. Die Besonderheit am Darknet ist, dass der Datenverkehr verschlüsselt und über mehrere Rechner umgeleitet wird. Man surft also anonym.

    Niederländer scannen erfolgreich dunkle Stellen im Netz

    Um gezielter gegen Verbrechen in diesem dunklen Teil des Netzes vorgehen zu können, arbeitet die bayerische Justiz eng mit der Niederländischen Organisation für Angewandte Naturwissenschaftliche Forschung, kurz TNO, zusammen. Die TNO ist eine öffentlich-rechtliche Forschungseinrichtung, die zu einem Drittel vom niederländischen Staat finanziert wird.

    TNO hat einen Dark Web Monitor, eine Software zur Durchsuchung des Darknets, entwickelt. Die wohl erfolgreiche Zusammenarbeit der letzten Monate mit TNO veranlasst jetzt die bayerische Justiz, eine förmliche Kooperation einzugehen.

    Bayerische Cyber-Jäger sitzen in Bamberg

    Im Freistaat ist die 2015 gegründete Zentralstelle Cybercrime Bayern für Verfahren, die Internet-Kriminalität betreffen, verantwortlich. Die Spezialstaatsanwaltschaft Cybercrime ist bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelt. Im Jahr der Gründung gab es rund 500 Verfahren. 2019 stieg die Zahl der Cybercrime-Verfahren auf knapp 15.000 Fälle.

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