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Darf "Die Partei" bei der Kommunalwahl in Würzburg antreten? | BR24

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Ins Europaparlament hat es die Satirepartei "Die Partei" bereits geschafft. Jetzt möchte sie auch in Würzburg zur Wahl antreten. Noch ist aber unklar, ob "Die Partei" bis zum Stichtag genug Stimmen gesammelt hat.

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Darf "Die Partei" bei der Kommunalwahl in Würzburg antreten?

Mit ihrem prominenten Oberbürgermeister-Kandidaten Mark Benecke will "Die Partei" zum ersten Mal bei der Kommunalwahl 2020 in Würzburg antreten. Heute entscheidet sich, ob die Satirepartei die dafür nötigen Hürden genommen hat.

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385 Unterschriften musste "Die Partei" sammeln, um für die Kommunalwahl in Würzburg zugelassen werden zu können. Die Frist für Wahlvorschläge zur Wahl am 15. März ist gestern Mittag abgelaufen. Heute tagt der Wahlausschuss und entscheidet, ob die Satirepartei antreten darf oder nicht.

Darf Kriminalbiologe Benecke als Bürgermeister kandidieren?

Dabei geht es um die Kandidatur des bundesweit bekannten Kriminalbiologen und Autors Mark Benecke als Oberbürgermeister in Würzburg. Für die Stadtratswahl 2020 will "Die Partei" Andrea Kübert, Jerry Paul und Garritt Dittmann ins Rennen schicken.

"Die Partei" musste Unterschriften für Wahl sammeln

Bislang ist "Die Partei" nicht im Würzburger Stadtrat und auch nicht im Landtag vertreten, weil sie die fünf Prozent-Hürde nicht geschafft hat. Um überhaupt bei der Kommunalwahl antreten zu können, sind deshalb Unterstützungsunterschriften nötig. Für das Sammeln hatten die Unterstützer nur 29 Werktage Zeit. Im Vorfeld hatte "Die Partei" dieses Prozedere bereits kritisiert.

Prominete Gesichter bei der "Partei"

An prominenten Gesichtern mangelt es der Satirepartei "Die Partei" wohl eher weniger. Mit Martin Sonneborn sitzt der ehemalige Chefredakteur der Zeitschrift "Titanic" seit 2014 für "Die Partei" im Europaparlament. Ihm folgte bei der letzten Europawahl Nico Semsrott, der sich als Satiriker unter anderem bei Poetry Slams einen Namen machte. In Würzburg soll nun für "Die Partei" der Buchautor und Forensiker Mark Benecke antreten.

Bürgermeister statt Maden

Mark Benecke stammt ursprünglich aus Rosenheim. Der 49-Jährige gilt als berühmtester Kriminalbiologe Deutschlands und ist in der Öffentlichkeit vor allem durch seine Bücher und Auftritte bekannt geworden. Er beschäftigt sich unter anderem mit Mordmethoden und Verwesung – und wird deshalb auch "Herr der Maden" genannt. In seiner Arbeit untersucht er unter anderem den Madenbefall einer Leiche und was dieser über Tathergang und Todeszeitpunkt aussagen kann.

Benecke hat bereits für "Die Partei" in NRW kandidiert

Benecke ist Landesvorstand bei der "Partei" in Nordrhein-Westfalen. Im Landtagswahlkampf 2017 in Nordrhein-Westfalen war Benecke als Spitzenkandidat der "Partei" für das Amt des Ministerpräsidenten angetreten. 2015 hatte er bereits als Oberbürgermeister in Köln kandidiert und mit 7,22 Prozent der gültigen Stimmen den dritten Platz der Kandidaten belegt.

Bislang sechs Bürgermeister-Kandidaten in Würzburg

Bislang stehen sechs Kandidaten für den Würzburger OB-Posten fest. Neben Amtsinhaber Christian Schuchardt (CDU) stellen sich Kerstin Westphal (SPD), Dagmar Dewald (ÖDP), Martin Heilig (Bündnis 90 – Die Grünen), Sebastian Roth (Die Linke) und Volker Omert für die Freien Wähler zur Wahl.

Hinweis der Redaktion: Christian Schuchardt ist in seiner früheren Heimat Hessen der CDU beigetreten und daher bis heute ausschließlich Mitglied der CDU. Er ist der einzige CDU-Oberbürgermeister in Bayern.

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Regionalnachrichten aus Mainfranken

Von
  • Carolin Hasenauer
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