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Bildrechte: Dagmar Bohrer-Glas

Die Beschäftigten von Danone Rosenheim gingen am Dienstag in einen 24-Stunden langen Streik.

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Danone in Rosenheim: Mitarbeiter streiken für 24 Stunden

Der 24-Stunden-Streik bei Danone in Rosenheim läuft weiter. Die Beschäftigten von protestieren gegen die geplante Werksschließung und kritisieren die Unternehmensführung. Der Konzern reagiert mit Unverständnis.

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Von
  • Dagmar Bohrer-Glas
  • Veronika Laggerbauer

Die Beschäftigten von Danone Rosenheim streiken bis Mittwochnachmittag. Am Dienstag um 14 Uhr sind sie in einen 24-Stunden-Streik getreten. Laut der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) streiken alle drei Arbeitsschichten hintereinander.

Belegschaft ist wütend

Unter den 160 Mitarbeitenden herrscht laut NGG Wut über die geplante Werksschließung und das Verhalten der Unternehmensführung. Der von Danone bisher angebotene Sozialplan reiche nicht aus, man fordere höhere Abfindungen und Weiterbildungsmöglichkeiten. Mit dem 24-Stunden-Streik solle der Druck auf die Geschäftsleitung erhöht werden. "Gewerkschaften und Belegschaft seien zu weitergehenden Maßnahmen bereits, sollte sich die Konzernspitze weiterhin taub stellen", heißt es kämpferisch.

Unverständnis bei Danone

Das will der französische Lebensmittelkonzern so nicht stehen lassen. "Wir können den erneuten Warnstreik nicht nachvollziehen, da wir weiterhin offen sind für alle Verhandlungen", so Danone gegenüber dem BR. Der Betriebsrat habe zuletzt den Dialog für den Moment aufgekündigt, dabei habe das erste Angebot für den Sozialplan bereits weit über einem am Markt sonst üblichen Angebot gelegen.

Danone bietet allen Mitarbeitern ein weiteres Jahr Festanstellung

Laut Danone soll eine Transfergesellschaft allen Mitarbeitern eine feste Anstellung für ein weiteres Jahr nach der Werksschließung gewährleisten, für Mitarbeiter über 58 Jahre gebe es ein individuelles Brückenmodell und Mitarbeiter könnten maximal 200.000 Euro Abfindung bekommen - je nach Betriebszugehörigkeit.

NGG: Rosenheimer Werk ist profitabel

Danone will sein Werk in Rosenheim bis Juli 2021 schließen. Und das, obwohl der Standort selbst in der Coronakrise profitabel arbeite, kritisiert die Gewerkschaft NGG. Für Danone bleibt das Rosenheimer Werk, unabhängig von allen aktuellen Entwicklungen, nicht zukunftsfähig. Man gehe davon aus, dass die derzeit etwas erhöhte Nachfrage nach der Coronakrise wieder zurückgehen werde.

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