Der Steinfelder Roland Schumann setzt sein Holz auf.

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Dank Bürgerwald: Brennholz wird in Steinfeld nicht teurer

Dank Bürgerwald: Brennholz wird in Steinfeld nicht teurer

Die Bürger von Steinfeld im Landkreis Main-Spessart können sich freuen: Das Brennholz, das aus dem gemeindeeigenen Bürgerwald stammt, wird nicht teurer. Das hat der Gemeinderat jetzt beschlossen und will damit ein Zeichen setzen.

In Steinfeld im Landkreis Main-Spessart steigen die Brennholz-Preise für die Bürger nicht an. Das hat der Gemeinderat am Mittwochabend beschlossen. "Wir haben einen Bürgerwald. Und davon muss der Bürger in solchen Zeiten auch profitieren können", sagt Bürgermeister Günter Koser (CSU) gegenüber BR24. Er könne nicht nachvollziehen, dass die Holzpreise andernorts derzeit so enorm ansteigen.

Steigende Nachfrage und steigende Beschaffungskosten

Im August 2022 haben sich die Preise für Brennholz und Holzpellets laut dem Statistischen Bundesamt um knapp 86 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat erhöht. Als Gründe dafür nennt die Behörde zum einen die steigende Nachfrage und zum anderen die erhöhten Beschaffungs- und Transportkosten in der Holzindustrie.

Abgabemenge von Holz beschränkt

In Steinfeld zahlen die Bürger für das Holz aus dem Gemeindewald aktuell zwischen 40 und 60 Euro pro Festmeter oder Ster – dazwischen unterscheidet die Gemeinde preislich nicht. Der Preis ist genauso teuer wie im vergangenen Jahr. "Wir wollten einfach ein Zeichen setzen", sagt Koser. Die Abgabemenge an Holz ist für jeden Haushalt auf sieben Festmeter oder sieben Ster begrenzt. Im vergangenen Jahr hat ein Haushalt in Steinfeld durchschnittlich 5,6 Festmeter Holz aus dem Gemeindewald gekauft.

Förster: So wenig Brennholz wie möglich, aber so viel wie nötig

Dass die Abgabe beschränkt ist, war ein Anliegen von Gemeindeförster Martin Volkmann-Gebhardt. Vor allem, weil Trockenheit und Borkenkäfer sichtbare Schäden im etwa 1.200 Hektar großen Gemeindewald hinterlassen haben. "Je weniger Brennholz ich machen muss, desto mehr kann ich den Wald schonen", sagt Volkmann-Gebhardt gegenüber BR24. Trotzdem findet der Förster die Idee von Bürgermeister Koser überzeugend. "Wir machen so wenig Brennholz wie möglich, aber so viel wie nötig, damit die Bürger ihren Nutzen vom Wald haben."

Bürgermeister Günter Koser (CSU) vor einem Stapel Brennholz in Steinfeld (Lkr. Main-Spessart)

Bildrechte: BR/ Alisa Wienand

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