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Dahingeschmolzen: Scheidegg stellt Snowfarming ein | BR24

© Abendschau

Mit einem Snowfarming-Projekt wollte Scheidegg im Frühjahr Schnee für eine Langlaufloipe über den Sommer retten. Jetzt gibt es nur eine Schneebar und einen Hügel für Kinder. Der größte Teil des Schnees ist weggeschmolzen.

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Dahingeschmolzen: Scheidegg stellt Snowfarming ein

1,5 Kilometer Langlaufloipe wollte der Allgäuer Markt Scheidegg mit Schnee aus einem Snowfarming-Projekt präparieren. Jetzt aber hat der Markt das Projekt eingestellt. 80 Prozent des eingelagerten Schnees sind weggeschmolzen.

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Statt der geplanten Langlaufloipe wird es mit dem übriggebliebenen Schnee aus dem Snowfarming-Projekt in Scheidegg am Wochenende eine Schneebar für den Christkindlesmarkt geben. Außerdem soll noch ein Schneeberg für Kinder aufgeschüttet werden.

800 Kubikmeter Schnee fürs Snowfarming eingelagert

Im Februar hatte Scheidegg 800 Kubikmeter Schnee unter einer 75 Zentimeter dicken Schicht aus Hackschnitzeln eingelagert. 400 Kubikmeter waren Neuschnee. Dazu kamen 400 Kubikmeter Kunstschnee, die in zwei Nächten mit Schneekanonen produziert wurden. Insgesamt sind für das Snowfarming-Projekt Kosten in Höhe von knapp 16.000 Euro angefallen.

Nur 20 Prozent des Schnees blieb übrig

Von den 800 Kubikmetern Schnee blieben allerdings nur 160 Kubikmeter übrig – zu wenig für die geplante Langlaufloipe. Scheideggs Bauamtsleiter Roland Schlechta erklärte, für einen Erfolg hätte man rund 2.000 Kubikmeter Schnee produzieren müssen.

Scheideggs Bürgermeister Ulrich Pfanner (CSU) sagte: "Das Ergebnis ist nicht das, was wir uns erwartet haben." Man habe den Versuch gewagt, es habe aber nicht funktioniert.

Naturschützer begrüßen Ende des Snowfarmings in Scheidegg

Der Bund Naturschutz Bayern begrüßte, dass das Projekt eingestellt wird. Der Kreisvorsitzende in Lindau, Erich Jörg, sagte dem BR, es wäre absurd, dieses Projekt noch einmal zu wiederholen. Dafür werden Jörg zufolge zu viele Ressourcen verschwendet – neben Wasser auch Strom und Diesel für Aggregate.