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Dänische Corona-Mutation in Ansbach nachgewiesen | BR24

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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Skanda Gautam

Die dänische Mutation des Corona-Virus ist in Ansbach nachgewiesen worden. Ein Labor hat die dänische Virusvariante bei insgesamt sechs Patienten aus Bayern nachgewiesen.

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Dänische Corona-Mutation in Ansbach nachgewiesen

Die dänische Mutation des Corona-Virus ist in Ansbach nachgewiesen worden. Ein Labor hat die dänische Virusvariante bei insgesamt sechs Patienten aus Bayern gefunden. Laut dem Unternehmen könnte diese Variante das Immunsystem leichter umgehen.

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Von
  • Markus Balek
  • Jonas Miller
  • Thomas Pösl

Wie das Landratsamt Ansbach auf Anfrage von BR24 bestätigt, hatte sich eine Person höheren Alters mit dem Corona-Virus infiziert, der es den Umständen entsprechend gut gehe. Die betroffene Person sowie alle Kontaktpersonen seien in Isolation gewesen. Es seien auch keine weiteren Personen erkrankt.

Nicht jedes Coronavirus wird auf Mutanten untersucht

Der Ansbacher Corona-Fall sei schon seit Mitte Dezember 2020 bekannt, heißt es aus dem Amt. Die dänische Mutante wurde allerdings erst jetzt entdeckt, weil Labore sich nach einem Zufallsprinzip Corona-Fälle heraussuchen, um diese auf Mutationen hin zu untersuchen. Diese Verfahren seien sehr zeitaufwändig und kostenintensiv, sagte ein Laborarzt im Gespräch mit dem BR. Demnach gebe es nur wenige Labore in Deutschland, die diese Untersuchungen durchführen würden.

Labor: Impfstoff bei Mutante weniger wirksam

Daher sei in Deutschland bisher nur etwa jede tausendste positive Corona-Test auf Mutationen untersucht worden. Laut Aussage des Laborarztes könnte der bereits entwickelte Corona-Impfstoff bei dieser Mutation weniger wirksam sein. Derzeit gehe man davon aus, dass die Wirksamkeit bei nur einem Fünftel liege. Aber das sei noch kein Grund zur Panik, so der Arzt im BR-Gespräch.

Mutation aus Dänemark galt als ausgemerzt

Die Dänemark-Mutation galt nach Angaben des Salzburger Unternehmens Procomcure Biotech mit der Massentötung von 15 Millionen Nerzen in Dänemark als ausgemerzt. Der Pressemitteilung zufolge erlaubt die Dänemark-Variante dem Coronavirus, das Immunsystem des Menschen leichter zu umgehen als es bei der ursprünglichen Wuhan-Variante der Fall ist. Als Resultat halte man es bei der hier entdeckten dänischen Mutation für wahrscheinlich, dass bereits erworbene Antikörper schwächer gegen sie wirken, was die Wirksamkeit von Impfstoffen erschweren könnte.

Patient aus Neu-Ulm mittlerweile verstorben

Laut dem Geschäftsführer des Augsburger Labores ArminLabs, Dr. Armin Schwarzbach, stammen die Proben von Menschen aus den Regionen Neu-Ulm und Ansbach im Alter über 60.

Entgegen der ersten Meldung des Labors, dass die Patienten am Leben seien, sagte Neu-Ulms Landrat Thorsten Freudenberger (CSU) dem Bayerischen Rundfunk am späten Mittwochnachmittag, dass der betroffene Patient im Landkreis Neu-Ulm mittlerweile verstorben sei. Ob er als Patient gilt, der "an oder mit Corona" gestorben ist, konnte das Landratsamt noch nicht bestätigen. Das LGL wird nun eine sogenannte "Gesamtgenom-Sequenzierung" durchführen, um den Nachweis der Mutation bei dem Patienten zu sichern.

Er war offenbar zur Tagespflege in einem Pflegeheim in Senden im Landkreis Neu-Ulm untergebracht. Das Gesundheitsamt hatte laut Landrat gestern Abend von dem Fall erfahren. In dem betroffenen Heim seien alle Mitarbeiter und Bewohner sofort getestet worden, so Freudenberger. Die Ergebnisse dieser Testung stehen noch aus. Es habe aber keine Häufung an positiven Fällen aus diesem Heim in den letzten Wochen gegeben. Gleichzeitig sei es aber schwierig, so der Landrat, jetzt noch bei möglichen Kontaktpersonen Mutationen nachzuweisen.

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In Ansbach ist eine weitere Corona-Variante aufgetaucht ist. Es ist die dänische, von der man annahm, sie wäre ausgerottet.

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