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Dachstuhl wohl nicht mehr zu retten | BR24

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Dachstuhl wohl nicht mehr zu retten

Vier Tage nach dem verheerenden Brand im historischen Rathaus von Straubing haben sich Fachleute ein genaues Bild von den Zerstörungen gemacht. Der Dachstuhl wird wohl nicht gerettet werden können.

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Wegen massiver Schäden am Gebälk wird der eingestürzte Dachstuhl des Rathauses wohl nicht mehr wiederhergestellt werden können. Zu diesem Ergebnis kamen Experten für Statik und Denkmalschutz bei einer Begehung.

Die Sicherungsmaßnahmen am Rathaus gehen derweil weiter. An der Gebäuderückwand wurden zwei 15 Meter hohe Kamine abgebrochen. Im Treppenhaus und im Blauen Salon bemühten sich die Einsatzkräfte, die Wände abzustützen. Zur Sicherung der freistehenden neugotischen Rathausfassade soll bis voraussichtlich morgen ein Gerüst entstehen.

Hilfsangebote an die Stadt

Das Feuer hatte am Freitag große Teile des in Teilen über 600 Jahre alten Rathauses zerstört. Die Flammen im historischen Bereich des Gebäudes waren bis zu 15 Meter hoch aus dem Dachstuhl geschossen. Verletzte gab es nicht. Straubings Oberbürgermeister Markus Pannermayr (CSU) hatte am Wochenende bekräftigt, dass das Rathaus komplett wiederaufgebaut werden soll.

Dazu gehen immer mehr Hilfsangebote bei der Stadt ein: Privatleute und Firmen bieten Unterstützung an. Hier bitten die Verantwortlichen bei der Stadt Straubing um Geduld. Noch laufe die Bestandsaufnahme, erst danach könnten solche Angebote abgerufen werden. Gestern hatte auch Finanzminister Markus Söder (CSU) der Stadt "kräftige" finanzielle Hilfen zugesagt.

Bürgertelefon eingerichtet

Unterdessen soll die Stadtverwaltung schnellstmöglich wieder handlungsfähig gemacht werden. Große Teile haben den Betrieb wieder aufgenommen. Einschränkungen gibt es aber im Tourismusbüro und bei der Stadtkasse. Für Geschäfteinhaber, die wegen des Rathausbrands ihre Läden nicht öffnen können, ist eine Hilfsaktion geplant.

Die Stadt hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Es ist unter der Nummer 09421/9440 erreichbar.

Brandursache soll mit Spürhund ermittelt werden

Beim Ausbruch des Feuers hatten Bauarbeiten im Rathaus stattgefunden. Ob diese für den Ausbruch verantwortlich waren, ist noch unklar. Zur Ermittlung der Brandursache will die Polizei das Rathaus mit einem Brandmittelspürhund absuchen.