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Da waren's nur noch vier | BR24

© pa/dpa/André Jahnke

Der Angeklagte Sascha Roßmüller, Vorstandsmitglied der bayerischen NPD (M), sitzt am 17.08.2015 im Landgericht Regensburg zwischen seinen Rechtsanwälten.

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    Da waren's nur noch vier

    Weihnachten 2010: Zwei Rockerbanden schlagen in Straubing aufeinander ein. Seit August läuft in Regensburg der Prozess gegen fünf Bandido-Mitglieder. Das Verfahren gegen einen von ihnen wurde jetzt eingestellt - aber nicht, weil er unschuldig ist.

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    Das Verfahren gegen den Bandido wurde eingestellt, weil er in einem anderen Prozess wegen Drogendelikten und des Besitzes von Kriegswaffen zu einer Haftstrafe von sechs Jahren verurteilt worden ist. Es handelt sich um den damaligen "Sergeant of arms" der Bandidos, der sich wegen der Schlägerei in Straubing die Auszeichnung "expect no mercy" verdient hatte. 

    Dieser "Ehrentitel" wird nur verliehen, wenn Blut fließt. Man kann sie als Gürtelschnalle tragen oder sich eintätowieren lassen, erläuterte der ehemalige Präsident der Bandidos vor Gericht, jetzt Kronzeuge der Staatsanwaltschaft. Unter den vier Angeklagten ist auch der bekannte niederbayerische NPD-Politiker Sascha Roßmüller. Fortgesetzt wird der Prozess am kommenden Freitag (25.09.15)

    Darum geht es in dem Prozess

    Vier ehemaligen Bandidos-Rocker, darunter auch der bekannte Neonazi und NPD-Mann Sascha Roßmüller, müssen sich wegen Landfriedensbruch sowie gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sie sollen in der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag 2010 in Straubing Mitglieder des dortigen Motorradclubs Gremium angegriffen und mit Messerstichen erheblich verletzt haben.