BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Cybercrime Bayern: 32 Festnahmen nach Durchsuchungen | BR24

© picture alliance/Nicolas Armer

Die Zentralstelle Cybercrime Bayern hat groß angelegte Durchsuchungen koordiniert.

Per Mail sharen

    Cybercrime Bayern: 32 Festnahmen nach Durchsuchungen

    1.400 Polizisten, 232 Durchsuchungen und 32 Festnahmen – bei einer bundesweiten Aktion haben Behörden wegen eines illegalen Internet-Handelsplatzes hart durchgegriffen. Die meisten Einsätze hat es wohl in Bayern gegeben.

    Per Mail sharen

    Im Zusammenhang mit einem illegalen Internet-Handelsplatz haben 232 Durchsuchungen in Deutschland, Österreich und Polen stattgefunden. 32 Personen seien vorläufig festgenommen worden. Dies gab die Zentralstelle Cybercrime Bayern in Bamberg bekannt, die den Einsatz koordiniert hat. In Bayern hätten mit 34 Durchsuchungen die meisten Einsätze stattgefunden.

    Drei Durchsuchungen in der Oberpfalz

    In der Oberpfalz hat es drei Durchsuchungen gegeben, wie die Oberpfalz-Medien unter Berufung auf den Oberstaatsanwalt Christian Schorr berichten. Demnach habe es in Weiden und im Landkreis Schwandorf jeweils einen Fall von illegalem Drogenkauf im Internet gegeben. In Sulzbach-Rosenberg sei Haftbefehl gegen einen Tatverdächtigen erlassen worden, der mehr als zwei Kilogramm Cannabis im Darknet verkauft haben soll. Insgesamt erging laut Oberpfalz-Medien unter Berufung auf Schorr in Bayern gegen zwei Beschuldigte Haftbefehl.

    Durchsuchungen basieren auf 330 Ermittlungsverfahren

    Bei den Hausdurchsuchungen seien unter anderem 700 elektronische Geräte, Waffen und Bargeld im mittleren fünfstelligen Bereich sichergestellt worden. Der groß angelegten Aktion lagen rund 330 Ermittlungsverfahren sowie 230 Durchsuchungsbeschlüsse zugrunde.

    Über illegale Plattform werden Waffen und Drogen verkauft

    Bereits seit August 2019 wird gegen den Internet-Handelsplatz "crimenetwork.co" ermittelt. Auf der Plattform werden den Angaben nach Informationen, Daten, Werkzeuge und Waren ausgetauscht, die aus Straftaten stammen oder für weitere Straftaten dienen. Die Nutzer sollen damit beispielsweise Online-Bestellungen mit fremden Kontodaten bezahlen. Außerdem werde die Plattform für den Online-Verkauf von Betäubungsmitteln, Hacker-Tools, Botnetzen, Falschgeld, illegal beschaffter Konten- und Kreditkartendaten und Hieb- und Stichwaffen genutzt.

    BKA hat Administrator bereits festgenommen

    Der Administrator sei im Mai vergangenen Jahres festgenommen worden, hieß es weiter. Das Bundeskriminalamt (BKA) habe den damals 26-Jährigen aus Deutschland bei der Einreise gestoppt. Er befinde sich seitdem hinter Gittern. Das Forum sei zeitgleich beschlagnahmt worden.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!