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CSU-Vorstand nominiert Söder einstimmig für Parteivorsitz | BR24

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Der CSU-Vorstand hat Markus Söder wie erwartet für die Nachfolge von Horst Seehofer an der Parteispitze nominiert. Bei einem Sonderparteitag am 19. Januar soll Söder dann zum neuen CSU-Chef gewählt werden.

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CSU-Vorstand nominiert Söder einstimmig für Parteivorsitz

Der CSU-Vorstand hat Markus Söder wie erwartet für die Nachfolge von Horst Seehofer an der Parteispitze nominiert. Bei einem Sonderparteitag am 19. Januar soll Söder dann zum neuen CSU-Chef gewählt werden.

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Vor knapp vier Wochen hatte Söder erklärt, sich auf dem Sonderparteitag am 19. Januar als Parteichef zur Wahl stellen zu wollen. Einen Gegenkandidaten gibt es bislang nicht, aussichtsreiche Konkurrenten sind ohnehin nicht in Sicht.

Seehofer: "Ich mache den Weg frei"

"Ich werde auf diesem Sonderparteitag den Weg freimachen. Und dann besteht ja kein Zweifel, dass Markus Söder mir auch im Parteivorsitz nachfolgt. Das ist ein erster, wichtiger Schritt zu einer Erneuerung", sagte der scheidende CSU-Chef Horst Seehofer vor Beginn der Vorstandssitzung.

"Ich bin jetzt über zehn Jahre im Amt - das ist auch genug, das reicht auch. Auch die schönste Zeit geht einmal zu Ende." Horst Seehofer, CSU-Vorsitzender

Auf dem Parteitag wird Seehofer dann formell zurücktreten. Danach folgt die Neuwahl.

Parteitag soll Erneuerungsprozesss anstoßen

Das schlechte Ergebnis der CSU bei der Landtagswahl im Herbst soll auf dem Parteitag keine besondere Rolle spielen, wie der CSU-Landesgruppenvorsitzende Alexander Dobrindt sagte. Damit hätten sich schon viele Gremien beschäftigt.: "Es ist ein ständiger Prozess, und der findet ja auch schon statt, der findet seit Wochen statt."

Stattdessen werden die Delegierten laut Seehofer über zwei Leitanträge diskutieren: einen zum Thema Europa, schließlich findet 2019 die Europawahl statt, und einen, der eine neue Parteireform anstoßen soll.

"Was ich mir darüber hinaus noch wünsche, was wir aber nicht am Parteitag allein bewerkstelligen können, dass wir zu einer stärkeren Frauenpräsenz kommen, überall in der Partei und auch in öffentlichen Ämtern." Horst Seehofer, CSU-Vorsitzender

Denn, so Seehofer: Erneuerung sei ein Prozess, das gehe nicht durch Umlegen eines Schalters.

CSU setzt auf Kooperation mit AKK

Auch die aktuelle politische Lage soll in der heutigen Vorstandssitzung besprochen werden. Ein Thema dürfte die Zukunft der Union nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen CDU-Chefin sein. Seehofer setzt auf ein gutes Miteinander von CDU und CSU unter den beiden neuen Parteivorsitzenden. "Ich glaube, dass wir mit Annegret Kramp-Karrenbauer sehr, sehr gut zusammenarbeiten werden", sagte er.

"Sie ist von ihrer Persönlichkeitsstruktur bestens geeignet, um mit der CSU gut zusammenzuarbeiten. Auch die ersten Tage haben dies schon gezeigt. Sie geht sehr stark auf uns zu, sucht sehr stark das Gespräch - wie umgekehrt auch." Horst Seehofer, CSU-Vorsitzender

Als ehemalige Ministerpräsidentin habe Kramp-Karrenbauer auch "eine hinreichende Erfahrung im Föderalismus, der ja für die CSU besonders wichtig ist".

Unionsparteien wollen ihr Verhältnis normalisieren

Auf dem CSU-Parteitag wird Kramp-Karrenbauer ein Grußwort sprechen, wie Seehofer sagte. CDU und CSU hoffen darauf, dass sich das Verhältnis der Schwesterparteien wieder normalisiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel war wegen Meinungsverschiedenheiten über die Flüchtlingspolitik nicht mehr bei den vergangenen CSU-Parteitagen zugegen gewesen.

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Von
  • Lisa Weiß
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