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CSU Regensburg: Angeklagter Ex-OB-Kandidat hat genug | BR24

© picture alliance/Armin Weigel/dpa

Christian Schlegl als Zeuge im Wolbergs-Prozess im Oktober 2018: Diese Aussage könnte ihn noch teuer zu stehen kommen.

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    CSU Regensburg: Angeklagter Ex-OB-Kandidat hat genug

    2014 wollte er für die CSU noch Regensburger Oberbürgermeister werden, jetzt macht Christian Schlegl Schluss mit der Politik. Der einstige Hoffnungsträger ist verstrickt in die Regensburger Parteispendenaffäre.

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    Der frühere Regensburger CSU-Oberbürgermeister-Kandidat Christian Schlegl beendet seine politische Karriere. Er verzichte aus familiären und beruflichen Gründen auf eine erneute Kandidatur für den Regensburger Stadtrat bei der Kommunalwahl 2020, teilte er am Mittwochabend mit. Allerdings ist Schlegl auch in den Strudel der Regensburger Parteispendenaffäre geraten.

    Seit Mai sieht er sich mit einer Anklage unter anderem wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung konfrontiert. Seither lässt der OB-Kandidat von 2014 seine Ämter in der CSU-Fraktion ruhen. Die Staatsanwaltschaft wirft Schlegl vor, an der Verschleierung von rund 150.000 Euro an Spenden beteiligt gewesen zu sein, die er zur Finanzierung seines OB-Wahlkampfes aus der Immobilienbranche erhalten hatte.

    Hat Schlegl im Wolbergs-Prozess falsch ausgesagt?

    Außerdem soll Schlegl im Strafverfahren gegen den mittlerweile verurteilten, suspendierten Regensburger Oberbürgermeister Joachim Wolbergs (früher SPD) falsch ausgesagt haben. Das Landgericht Regensburg hat im Fall Schlegl noch nicht entschieden, ob die Anklage zur Hauptverhandlung zugelassen wird.

    Schlegl hatte es bei der OB-Wahl 2014 knapp in die Stichwahl geschafft und war dann dem damaligen SPD-Bewerber Joachim Wolbergs deutlich unterlegen. Wolbergs wurde dann im Januar 2017 wegen Korruptionsvorwürfen vom Dienst suspendiert.

    Rückkehr in die Politik ist möglich

    Eine Rückkehr ins politische Geschäft scheint sich Schlegl allerdings offenhalten zu wollen. In seinem Schreiben an den CSU-Kreisvorsitzenden Michael Lehner heißt es, er wolle, "die politische Phase" in seinem Leben "zumindest unterbrechen".