CSU setzt auf Orban

Der umstrittene Gast des Tages kommt aus Ungarn. Viktor Orbán, der ungarische Ministerpräsident. Noch am Vorabend hat CSU Chef Seehofer Orbans Einladung verteidigt, weil der Ungar ein demokratisch gewählter Politiker sei und man auch mit den kleinen Staaten einen fairen Umgang pflegen wolle.

2018 entscheidendes Jahr

So sieht es auch Manfred Weber, der Chef der europäischen Volkspartei im EU Parlament. Er nennt 2018 das Jahr, um das zentrale europäische Thema die finale Lösung der Flüchtlingsfrage herbeizuführen und sagt: "Wir brauchen dort gesetzgeberische Antworten auf europäischer Ebene. Deswegen müssen wir es lösen und wenn wir es lösen wollen, dann ist Viktor Orban, dann sind die Vishegrad-Staaten zentrale Ansprechpartner. Gerade Anfang 2018 ist der Dialog mit den Mittel- und Osteuropäern von zentralster Bedeutung."

Vier-Augen-Gespräch Seehofer Orbán

Schon vor dem Austausch mit den Bundestagsabgeordneten ist ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Seehofer und Orbán geplant. Dabei, so hat es Seehofer angekündigt, werde man offen reden. Neben Orbán ist auch Vitali Klitschko in Seeon zu Gast.

Stefan Müller, der neue parlamentarische Geschäftsführer betont aber auch, dass die CSU und Orbán eine gemeinsame Sicht auf die EU verbindet. "Wir arbeiten nicht gegen die wir wollen eine bessere EU, wir wollen aber keine vereinigten Staaten von Europa. Da sind wir uns mit Viktor Orbán einig und darüber werden wir eben auch mit dem ungarischen Ministerpräsidenten reden."